Albert von Belgien macht einen Schritt auf seine uneheliche Tochter Delphine zu. Der ehemalige König stärkt außerdem König Philippe den Rücken. Seine überraschenden Worte.

Albert von Belgien hat ein Kind mit Baronin Sybille de Sélys Longchamps. Delphine Boël kämpfte sieben Jahre vor Gericht um ihre Anerkennung als Tochter.© picture alliance / AP Photo

Albert von Belgien stellt sich hinter Delphine

Wird nun alles gut? Albert von Belgien hat sich nach dem Prozessende zum ersten Mal öffentlich zu seiner Tochter Prinzessin Delphine geäußert.

„Ich unterstütze von ganzem Herzen die Pressemitteilung, die der König und Prinzessin Delphine veröffentlicht haben, und stimme dem Geist dieser Botschaft zu“, erklärte der ehemalige König und nahm damit auf die gemeinsame. Mit diesen Worten zeigt der Belgier Größe. Denn obwohl er sich vor Gericht geschlagen geben musste, kann sich der 86-Jährige nun offenbar mit der Situation arrangieren.

„Meine Frau und ich sind sehr zufrieden“

Zudem sagte Albert von Belgien: „Meine Frau und ich sind sehr zufrieden mit dem, was auf Initiative des Königs erreicht wurde, den ersten Anzeichen für bessere Tage für alle und insbesondere für Delphine.“

Damit stärkt der 86-Jährige König Philippe mit seiner Entscheidung, Delphine in die Familie aufzunehmen, den Rücken. Außerdem erwähnt er seine Ehefrau. Man könnte vermuten, dass sich Paola von Belgien mit der Situation nicht so wohl fühlt, doch mit diesem Worten demonstriert man zumindest nach außen Einheit.

Ein kluger Schachzug des ehemaligen Königs. So lässt sich größerer Schaden für das belgische Königshaus abwenden. Ob nun wirklich alles gut wird, muss die Zeit zeigen. Albert tut jedenfalls gut daran, sich nicht weiter gegen seine uneheliches Kind zu stellen. Denn sonst würde er nur noch als der König in Erinnerung bleiben, der jahrelang vor Gericht gegen seine eigene Tochter kämpfte – und nicht für den Dienst an seinem Land.