Der Selbstmord von Ari Behn hat die ganze Welt schockiert. Seine älteste Tochter Maud Angelica hat nun geschildert, wie sie mit dem Tod ihres Vaters umgeht.

Prinzessin Märtha Louise und die Töchter Leah Isadora Behn, Emma Tallulah Behn und Maud Angelica Behn während einer Präsentation von Ari Behns Werken in der Galleri Varden auf Jeløya.
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Tochter von Prinzessin Märtha Louise spricht über ihre Trauer

Es war ein schwerer Schicksalsschlag für die norwegische Königsfamilie. Am 25. Dezember 2019 nahm sich Ari Behn das Leben. Seine Ex-Frau Prinzessin Märtha Louise und die drei gemeinsamen Töchter waren untröstlich. Nun hat Maud Angelica am Rande einer Gedenkausstellung für ihren Vater über diese schwierige Zeit gesprochen.

„Alles, was mit Papa zu tun hat, ist traurig, aber auch in Ordnung. Ich freue mich sehr, dass wir sein Andenken ehren können“, erzählte Maud Angelica dem norwegischen Blatt „VG“. „Mama hat gesagt, es ist ein bisschen wie Ein- und Ausatmen. Manchmal muss man darüber nachdenken und manchmal nicht.

Bei der Beerdigung von Ari Behn hielt seine Tochter eine bewegende Rede. Für Maud war dieser Moment besonders wichtig. „Ich bin sehr dankbar, dass ich das geschafft habe. Ich bin stolz auf mich. Es war sehr überwältigend, ich musste die Rede in einer Woche schreiben, während ich unter Schock stand und eine Trauer durchlebt habe. Es war mir sehr wichtig, ihn zu ehren und etwas zu ihm zu sagen“, erklärte die Enkelin von Königin Sonja und König Harald. „Es bedeutete mir so viel, dass ich aus all dem Schrecklichen etwas Wertvolles und etwas Schönes machen konnte. Und ich hatte das Gefühl, dass ich mit dieser Rede etwas helfen konnte – meine Trauer nutzen, um anderen etwas zu sagen.“ Denn in ihrer Ansprache richtete sich die Norwegerin auch an Menschen mit psychischen Problemen.

Maud Angelica suchte sich professionelle Hilfe

Um mit dem Selbstmord ihres Vaters zurechtzukommen, ging die inzwischen 17-Jährige in Therapie. „Jeder trauert auf unterschiedliche Weise, es geht ein bisschen auf und ab. Manchmal denkst du darüber nach, manchmal nicht. Aber ich habe angefangen, zu einer Trauergruppe und einem Psychologen zu gehen, also ist das gut“, verriet die Tochter von Prinzessin Märtha Louise.

Sich professionelle Hilfe zu suchen, war sicher der richtige Entschluss. Auch die Söhne von Prinzessin Diana gingen nach ihrem Tod in Therapie. Prinz Harry suchte sich allerdings erst mit 28 Jahren therapeutische Hilfe, was er im Nachhinein bereut. Denn jahrelang hatte er Probleme, seine Gefühle zuzulassen. Maud dagegen kann ihre Trauer zulassen und das ist ein wichtiger Schritt in der Bewältigung dieser Tragödie.

Quellen: Svensk Damtidning, Hola