August Wittgenstein verrät im Interview, welchen Traum er noch verwirklichen möchte und was der Prinz nun (fast) aufgegeben hat.

August Wittgenstein
August-Frederik Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg ist zwar ein waschechter Royal, doch in erster Linie Schauspieler. © picture alliance / SvenSimon | FrankHoermann/SVEN SIMON

August Wittgenstein spricht über seine Wurzeln

Deutschlands schönster Prinz plaudert aus dem Nähkästchen. Für „Approved“ stand August Wittgenstein nicht nur als Model vor der Kamera, sondern gab dem Magazin auch ein ehrliches Interview über seine Heimat, die Coronakrise und seine Träume.

Auf seine deutsch-schwedischen Wurzeln angesprochen, erklärte der 39-Jährige dem Magazin: „Zurzeit fühle ich mich eher deutsch. Das variiert aber immer. Das Gute an Schweden ist der Humor und der Pragmatismus. Es ist ein teilweise sehr fortschrittliches Land, aber auch sehr konform und manchmal provinziell“, sagte der geborene Siegener über die Heimat seiner Mutter.

Deutscher Prinz kritisiert Schwedens Umgang mit Covid-19

Er übt außerdem klare Kritik an den Covid-19-Maßnahmen der Schweden: „In Zeiten von Corona lebe ich auch definitiv lieber in Deutschland, denn den moralisch fragwürdigen Weg, den Schweden jetzt eingeschlagen hat, halte ich für falsch.“ Offenbar meint er den eher laschen Umgang mit dem Virus. Seine doppelte Staatsbürgerschaft möchte er trotzdem nicht aufgeben.

Er selbst kann der Coronakrise auch etwas Positives abgewinnen. „Ich trau es mich nicht zu sagen, aber ich habe die Zeit genossen und viele neue Gedanken verfasst. Ich habe auch meinen Weinvorrat sehr geschätzt“, scherzt August Wittgenstein.

Mit seiner neuen Rolle wird ein Traum wahr

Obwohl er als Prinz geboren wurde und nun als Schauspieler arbeitet, bekommt er beide Rollen unter einen Hut. „Es ist kein Doppelleben und was in meinem Pass als Name steht, ist kein Lebensstil, sondern lediglich eine Erinnerung an meine Familiengeschichte und damit verbundene Werte wie z.B. ein Traditionsbewusstsein. Solche Werte gibt es aber in allen Familien und stehen auch nicht unbedingt im Kontrast zum Showbusiness“, findet der 39-Jährige.

Zu seinen bekanntesten Projekten zählen „Das Boot“, „Ku’damm 56“ und „Jenny – echt gerecht“. Bald werden ihn die Fans in einer neuen Rolle bewundern können. In der dreiteiligen ARD-Produktion „Das Geheimnis des Totenwaldes“ spielt er einen Kommissar auf der Suche nach einem Serienmörder. „Endlich mal!“, freut sich August Wittgenstein. Zuvor hat er nämlich meistens einen Fiesling gespielt.

„Meine Figur ist ambivalent, wie es jede gut geschriebene Figur sein sollte. Manche Dinge, die Jan Gerke sagt / macht sind haarsträubend. Und im nächsten Moment ist er wieder lässig und smart“, beschreibt der TV-Star seine neue Rolle. Der Ausstrahlungstermin steht bisher noch nicht fest, soll aber diesen Herbst sein.

Bald soll ein Buch folgen

Wenn August Wittgenstein nicht gerade vor der Kamera steht, schreibt er auch selbst Drehbücher. Der große Durchbruch blieb bisher jedoch aus. „Ich habe drei Drehbücher geschrieben und null wurden verfilmt“, sagte er dem „Approved“-Magazin. Deswegen hat der Frauenschwarm ein wenig resigniert. „Ich hab das Drehbuchschreiben ein Stück weit aufgegeben“, gibt er ehrlich zu.

Das Schreiben möchte er aber dennoch fortführen. Sein Traum ist es, ein Buch zu verfassen. „Weil ich den Prozess des Geschichtenerzählens einfach liebe.“ Ob es wohl ein Märchen wird?

Quelle: „Approved“–Magazin