Corinna zu Sayn-Wittgenstein packt aus. Die frühere Geliebte von Juan Carlos hat ein TV-Interview gegeben und erhebt schwere Vorwürfe gegen das spanische Königshaus.

Corinna zu Sayn-Wittgenstein
Corinna zu Sayn-Wittgenstein war jahrelang die Geliebte von Juan Carlos. Doch nach der Trennung wurde sie verfolgt und bedroht. © picture alliance/dpa | Valery Sharifulin

Wollte Königin Sofia ihren Mann stürzen?

Das spanische Königshaus muss zittern. Corinna zu Sayn-Wittgenstein hat ein spektakuläres TV-Interview gegeben. In der Sendung „True Royalty’s: The Rise and Fall of The Spanish King“ (Dt.: „True Royalty’s: Aufstieg und Fall des spanischen Königs“), die am Freitag ausgestrahlt wird, erhebt die 56-Jährige schwere Vorwürfe.

Sie behauptet, Sofia von Spanien und andere Mitglieder der Königsfamilie hätten eine Schmierenkampagne gegen sie gestartet. Damit wollte die ehemalige Königin nicht nur ihren Ruf zerstören, sondern auch Juan Carlos vom Thron drängen. „Weil sie in einer so dysfunktionalen Ehe waren und sie zutiefst unglücklich war, sagte mir der König, dass ihr einziges Lebensziel darin bestehe, ihren Sohn den Thron besteigen zu sehen“, behauptet die Adlige.

2014 dankte Juan Carlos schließlich ab. „Ich wurde als Sündenbock benutzt, während die Königsfamilie einen internen Staatsstreich einführte“, gibt die Blondine an.

Corinna zu Sayn-Wittgenstein wurde bedroht

Außerdem sagte Corinna zu Sayn-Wittgenstein, dass der spanische Geheimdienst sie eingeschüchtert habe, um sie zum Schweigen zu bringen. Ein Mann besuchte die frühere Geliebte von Juan Carlos und drohte: „Wenn ich seinen Anweisungen nicht folge, kann er meine körperliche Sicherheit oder die Sicherheit meiner Kinder nicht garantieren.“

Trotz der Drohungen suchte die Unternehmerin die Öffentlichkeit. „Du gehst in diesen Überlebensmodus, es ist Kampf oder Flucht und du erkennst, dass du in einer gefährlichen Situation bist“, erklärt die Blondine in dem TV-Interview.

So denkt sie über das „65-Millionen-Euro-Geschenk“

Die Ex-Frau von Johann Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Sayn hatte von 2004 bis 2009 eine Affäre mit Juan Carlos. Doch wieso ließ sich der Monarch überhaupt auf sie ein? „Ich denke, es hat ihn fasziniert, dass ich ihn eher wie einen normalen Mann als wie ein Symbol behandelt habe“, glaubt die 56-Jährige.

Der frühere König „schenkte“ seiner Geliebten sogar 65 Millionen Euro. Möglicherweise wollte der 82-Jährige damit aber nur illegale Geschäfte vertuschen. Corinna zu Sayn-Wittgenstein glaubt jedoch, Juan Carlos habe ihr das Geld gegeben, weil er sich um sie kümmern wollte. Der ehemalige König habe Angst gehabt, dass seine Geliebte einfach aus seinem Testament gestrichen werden könnte.

„Als das Geschenk endlich ankam, war ich offensichtlich überrascht, weil es eine sehr großzügige Summe war. Angesichts eines von Forbes geschätzten Nettovermögens von rund 1,8 Milliarden Euro ist dies jedoch kein unangemessener Geldbetrag“, findet die Adlige und fügt hinzu: „Die Leute denken, ich bin eine Art Verbrecher. Ich habe nichts falsch gemacht und bin sehr zuversichtlich, dass dies für mich positiv enden wird.“