Die niederländische Königsfamilie absolvierte heute wieder einmal fröhlich ihren traditionellen Fototermin. Im Vorfeld gab es deswegen aber schon reichlich Ärger.

 Da freut sich jemand wie ein Schneekönig: Willem-Alexander posiert mit seinen drei Schönheiten Prinzessin Amalia, Prinzessin Ariane, Königin Maxima und Prinzessin Alexia (v.l.n.r). © picture alliance / ANP Da freut sich jemand wie ein Schneekönig: Willem-Alexander posiert mit seinen drei Schönheiten Prinzessin Amalia, Prinzessin Ariane, Königin Maxima und Prinzessin Alexia (v.l.n.r). © picture alliance / ANP

Niederländische Königsfamilie posiert im Schnee

Ein bewölkter Himmel, aber strahlende Royals: Die niederländische Königsfamilie hat heute früh zum traditionellen Fototermin ins österreichische Lech eingeladen. Dieses Mal kamen die Oranjes mit elf Personen. Denn nicht nur König Willem-Alexander und Königin Maxima machen mit ihren drei Töchtern Ski-Urlaub, auch Prinzessin Beatrix sowie Prinz Constanijn und seine Familie gesellten sich dazu.

 Prinz Constantijn und seine Frau Prinzessin Laurentien kamen mit ihren drei Kindern Gräfin Eloise, Graf Claus-Casimir und Gräfin Leonore ebenfalls nach Lech. © picture alliance / ANP Prinz Constantijn und seine Frau Prinzessin Laurentien kamen mit ihren drei Kindern Gräfin Eloise, Graf Claus-Casimir und Gräfin Leonore ebenfalls nach Lech. © picture alliance / ANP

Viele Blicke ruhten wieder einmal auf Prinzessin Amalia. Ihre Fingernägel hatte die 16-Jährige mit rotem Nagellack bemalt, am rechten Ringfinger war deutlich ein funkelnder Ring zu sehen. Für Lacher sorgte die Thronerbin, als sie ihrem Vater einen Kuss andeutete. Das Spiel mit der Kamera hat Amalia längst verstanden.

 Prinzessin Amalia deutete einen Luftkuss an und brachte damit König Willem-Alexander zu Lachen. © picture alliance / ANP Prinzessin Amalia deutete einen Luftkuss an und brachte damit König Willem-Alexander zu Lachen. © picture alliance / ANP

Schon seit 1959 machen die „Oranjes“ Ferien im Nobelskiort Lech am Arlberg und übernachten im renommierten Hotel „Post“. Damit sie während ihres Urlaubs Ruhe vor aufdringlichen Fotografen haben, findet währendessen immer ein Fototermin für die Presse statt. Nur in den Jahren 2010 und 2012 gab es kein Fotoshooting. 2010 besuchte König Willem-Alexander nämlich mit seiner Familie die Olympischen Winterspiele in Vancouver. Zwei Jahre später wurde der Fototermin wegen des Skiunfalls von Prinz Friso abgesagt.

 Kuscheln im Schnee: Auch nach 18 Jahren Ehe sind Königin Maxima und König Willem-Alexander ein Herz und eine Seele. © picture alliance / ANP Kuscheln im Schnee: Auch nach 18 Jahren Ehe sind Königin Maxima und König Willem-Alexander ein Herz und eine Seele. © picture alliance / ANP

Ärger wegen Fototermin in Lech

Im Vorfeld gab es Streit um den Fototermin. „RTL Boulevard“ wurde nämlich ausgeladen. Der Grund: Die TV-Sendung hatte unerlaubt Fotos von Prinzessin Amalias Schulmusical gezeigt. Dabei war die Presse zu der Veranstaltung gar nicht eingeladen gewesen, die Bilder stammten von der Instagram-Seite des Theaters. Die Aufnahmen zeigten die niederländische Königsfamilie im Publikum.

Damit hatte die Sendung laut Regierungsinformationsdienst (RVD) den Medienkodex verstoßen: „Die Mitglieder der königlichen Familie haben das Recht, sich unter solchen privaten Umständen unbeobachtet zu fühlen. Unserer Meinung nach ist das Zeigen der Bildaufnahme eine Verletzung der Privatsphäre des Königs und seiner Familie“.

Adelsexperte Marc van der Linden schäumte deswegen vor Wut. „Woher bezieht der RVD das Recht, für sich selbst zu bestimmen und beispielsweise nicht vor Gericht zu gehen?“, empörte sich der Niederländer in der Sendung. „Sie bringen es raus und wir zeigen es. Und dann gibt es eine Strafe für die Sendung, die im Übrigen nie etwas falsch gemacht hat. Eine harte Strafe“, beschwerte sich van der Linden.

Er vermutete hinter dieser Entscheidung sogar ein Machtspiel von Willem-Alexander. „Es gibt eine Person, die will, dass wir fühlen, wer der Boss ist, und das ist der König“, feixte der Adelsexperte. Er findet, dass sich die Königsfamilie zu Unrecht beschwert. „Sie leben nicht in England, wo Paparazzi überall Kameras aufhängen“, sagte der Niederländer.

 Hier berichtet Adelsexpertin Anika Helm Hier berichtet Adelsexpertin Anika Helm