Fürst Rainier wollte vor Gracia Patricia eine andere Schauspielerin heiraten. Doch ausgerechnet seine Schwester zerstörte sein Glück.

Fürst Rainier von Monaco
Als junger Student verliebte sich Rainier von Monaco in eine Schauspielerin. Doch die Frau seines Herzens durfte er nicht heiraten. © Photoshot

Gisèle Pascal war die erste große Liebe von Fürst Rainier

Sie waren ein absolutes Traumpaar: Fürst Rainier und Gracia Patricia. Doch die Hollywood-Ikone war nicht die erste große Liebe des Monegassen. Vor der Fürstin wollte der Grimaldi-Chef eine andere Frau heiraten, doch seine Liebe wurde eiskalt boykottiert …

1946 verliebte sich Rainier in die französische Schauspielerin Gisèle Pascal, als er sie in einem Stück auf der Bühne sah. Und auch die ehemalige Verlobte von Yves Montand fand gefallen an dem gutaussehenden Royal. Die Beziehung wurde immer ernster. Schließlich zog die zwei Jahre ältere Schauspielerin sogar zu ihm in seine Villa in Saint-Jean-Cap-Ferrat an der französischen Riviera.

Gisèle Pascal
Gisèle Pascal spielte in über 50 Filmen mit. Sie hätte die Fürstin von Monaco werden können.  © Photo 12 / Alamy Stock Foto

Prinzessin Antoinette zerstörte ihr Glück

Viele Vertraute von Rainier waren sich sicher, dass er Gisèle Pascal heiraten würde. Auch in der Presse wurde über eine Verlobung getuschelt. Doch dann wurden seine Heiratsabsichten durchkreuzt. Ausgerechnet seine Schwester Prinzessin Antoinette soll eine gemeine Intrige gegen Rainier eingefädelt haben.

Denn nach dem Tod von Fürst Louis II. wollte sie den Thron beanspruchen. Obwohl sie das erstgeborene Kind von Pierre und Charlotte Grimaldi war, hatte sie keinen Anspruch. Bis heute gilt in Monaco nämlich die männliche Erbfolge.

Also hoffte Prinzessin Antoinette, dass zumindest ihr Sohn Christian der neue Herrscher von Monaco werden könnte. Doch das Liebesglück von Fürst Rainier und Gisèle stand ihren Plänen im Weg. Sollte der Fürst selbst für einen männlichen Erben sorgen, wären Christians Chancen zunichtegemacht. Also verbreitete sie das Gerücht, die Schauspielerin sei unfruchtbar. Angeblich hätte ein Arzt die Diagnose durch einen Fruchtbarkeitstest bestätigt.

Für die Monarchie gab er seine Liebe auf

Ohne Nachkommen wäre das Fürstentum Monaco verloren gewesen. „Das Parlament empfahl dem Regenten, ,für die Zukunft der Dynastie zu sorgen‘. Aber nicht durch eine Ehe mit Filmstar Gisèle Pascal“, berichtete „Der Spiegel“. Der Fürst gab dem öffentlichen Druck schließlich nach. Das Paar trennte sich im April 1953 nach sechs Jahren Beziehung.

Gisèle Pascal wurde doch noch Mutter

Gisèle Pascal heiratete am 8. Oktober 1955 den Schauspieler Raymond Pellegrin. Auf Nachwuchs musste das Paar lange warten. Erst sieben Jahre nach dem Jawort brachte die Französin eine Tochter zur Welt. Sie starb 2007 im Alter von 85 Jahren.

Fürst Rainier nahm 1956 eine andere Schauspielerin zur Frau: Grace Kelly. Sie schenkte ihm drei Kinder und sicherte damit die Thronfolge. Prinzessin Antoinette galt nach ihrer Intrige jahrelang als Persona non grata. Erst nach dem Tod von Gracia Patricia war ihr Verhältnis mit ihrem Bruder wieder im Reinen.

Quellen: The Independent, Der Spiegel, „Grace – Die Biographie“ von Thilo Wydra

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