Britische YouTuber haben namhafte Adelsexperten der Lüge überführt. Royal-Experten wie Dickie Arbiter kommentierten das Oprah-Winfrey-Interview von Herzogin Meghan und Prinz Harry ohne es gesehen zu haben. Und was sie behaupten, schlägt dem Fass den Boden aus.

Herzogin Meghan und Prinz Harry hatten immer bemängelt, von der britischen Presse ungerecht behandelt worden zu sein. Nun liefern zwei YouTuber Beweise dafür. © picture alliance / empics | Yui Mok

YouTuber legen Adelsexperten rein

Werden Herzogin Meghan und Prinz Harry von der britischen Medien ungerecht behandelt? Hetzt die Presse ohne Grund gegen die Sussexes? Die Enthüllung von zwei Internet-Stars lässt darauf schließen. Josh Pieters und Archie Manners (1,4 Millionen Abonnenten bei YouTube) haben eine falsche Produktionsfirma ins Leben gerufen, um britische Adelsexperten zu entlarven. Sie baten vier Experten das Interview von Herzogin Meghan und Prinz Harry mit Oprah Winfrey zu beurteilen.

Das Unglaubliche: Die Fachleute wurden gebeten, so zu tun, als hätten sie das komplette TV-Interview bereits gesehen. Sie sollten also ihr Experten-Urteil abgeben, ohne den Inhalt zu kennen. Denn bis dato wurde das Oprah-Interview noch gar nicht ausgestrahlt. Den Adelsexperten wurde erzählt, man wolle die Sendung direkt nach dem Interview ausstrahlen, weswegen eine Aufzeichnung mit ihnen vorab nötig wäre. Die Gespräche wurde daher bereits am 5. März aufgenommen.

Pressesprecher der Queen wird überführt

„Innerhalb Minuten hat der frühere Pressesprecher der Queen, Dickie Arbiter, die Chefredakteurin vom Majesty-Magazin Ingrid Seward, der Royal-Kommentator Richard Fitzwilliams und Victoria Arbiter von CNN zugesagt, auf ein Interview zu reagieren, das noch gar nicht gezeigt wurde“, erklären die YouTuber Josh Pieters und Archie Manners in einem Video. Sie schlossen mit den Experten sogar Verträge und zahlten ihnen Geld für ihre „fundierte“ Meinung.

In dem Video kommt es dann zu bizarren Szenen. Josh Pieters und Archie Manners vergewissern sich noch einmal, dass keiner der Experten das Oprah-Interview kennt. Alle Vier verneinen und dennoch geben sie ohne Umschweife ihre Meinung wieder. Haben sie Herzogin Meghan und Prinz Harry also bereits vorverurteilt? Basiert ihre Experten-Meinung also nur auf Annahmen und nicht auf Fakten? Es hat ganz den Anschein.

Ingrid Seward wirft Herzogin Meghan Schauspielerei vor

Ironischerweise wirft Ingrid Seward Herzogin Meghan sogar vor, in dem ganzen Interview geschauspielert zu haben. „Meiner Meinung nach haben wir in dem Interview eine Schauspielerin gesehen, die eine ihrer großen Vorstellungen gegeben hat – vom Anfang bis zum Ende“, behauptet die Buchautorin.

Die anderen Experten bewerten sogar die Interviewfragen von Oprah Winfrey, ohne diese zu kennen. „Oprah ist eine Freundin und hat es ihnen leicht gemacht“, so Richard Fitzwilliams. Der Kommentator behauptet sogar, dass Herzogin Meghan Kraftausdrücke benutzen würde, um ihre Beziehung zu der britischen Königsfamilie zu erklären. Nach dem Streit zwischen Prinz Harry und Prinz William gefragt, kommentiert Victoria Arbiter: „So wie sie den Bruch zwischen den Brüdern in dem Interview erklärt haben, kann man gar nicht anders, als sehr bewegt, verblüfft und traurig zu sein.“

Adelsexperten verurteilen Herzogin Meghan

Es wird sogar noch bizarrer. Die beiden YouTuber stellen den Adelsexperten eine weitere Falle. Sie behaupten Herzogin Meghan hätte in dem Interview über ihre Tierliebe gesprochen und erfinden sogar einen Gnadenhof für Esel, den sie erwähnt haben soll. Alle vier Adelsexperten tun schließlich so, als wüssten sie genau, worüber die YouTuber sprechen. „Das Netteste von Meghan im Interview war ihre Tierliebe“, erklärt Ingrid Seward schließlich. Dickie Arbiter analysiert: „Sie liebt Tiere, aber das ist nur eine Seite von ihr, ihre häusliche Seite. Wir müssen uns aber das ganze Bild ansehen und das ganze Bild von ihr ist nicht sehr hübsch.“

Dann behaupten Josh Pieters und Archie Manners auch noch, dass sich Herzogin Meghan gegen eine Corona-Impfung sträuben würden. Auch da fällt das Urteil der Experten wie erwartet hart aus. „Ich denke, das ist sehr egoistisch“, schießt Dickie Arbiter gegen die Schwangere ohne Hintergründe zu hinterfragen.

Josh Pieters und Archie Manners kommen nach den Gesprächen zu folgendem Schluss: „Da haben Sie also vier führende königliche Experten, die bereitwillig etwas kommentieren, von dem sie absolut nichts wissen. Wenn es um Harry und Meghan geht, steckt vielleicht mehr hinter der Geschichte.“ Was das ist, lassen die Internet-Stars offen. Jeder sollte sich nach dem Video eben seine eigene Meinung bilden.