Herzogin Meghan war schon eine Kämpferin. Das beweist nun ein Zitat aus ihrem alten Jahrbuch, das zur Metapher für ihr Leben wurde.

Herzogin Meghan wählte für ihr Jahrbuch einen ganz besonderen Spruch.
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Herzogin Meghan: Altes Jahrbuch aufgetaucht

Für viele gilt Herzogin Meghan als der Inbegriff einer starken Frau. Scheinbar unbekümmert von der Meinung anderen setzt sie sich für ihre Ziele und Ideale ein.

Die Grundlage dafür brachte die Kalifornierin offenbar schon in ihrer Jugend mit. Nun ist ihr altes Jahrbuch aus dem Jahr 1999 aufgetaucht, das mit einer vielsagenden Botschaft versehen ist. Wie es in den USA üblich ist, können sich Schüler darin für einen bestimmten Spruch entscheiden, der unter ihrem Porträtfoto veröffentlicht wird. Meghan wählte ein Zitat von Präsidentengattin und Menschenrechtsaktivistin Eleanor Roosevelt: „Frauen sind wie Teebeutel; sie merken nicht, wie stark sie sind, bis sie im heißen Wasser landen.“

 

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Schon mit 11 Jahren kämpfte sie gegen Diskriminierung

Diese Worte verdeutlichen ganz klar, aus welchem Holz Herzogin Meghan schon damals geschnitzt war. Wenn die Dinge schwierig wurden, entwickelte sie einen noch stärkeren Kampfgeist. Schon mit elf Jahren setzte sie sich für Gleichberechtigung ein. In einem Werbesport für Spülmittel hieß es nämlich, dass „Frauen überall gegen fettige Pfannen und Töpfe kämpfen“. Nur Frauen? Diese sexistische Aussage gefiel Meghan gar nicht, also schrieb sie dem Unternehmen und Hillary Clinton. Schließlich wurde die Reklame geändert.

Andere Kämpfe gestalteten sich schwieriger. Bereits im Kindesalter erlebte sie Rassismus. Als Hollywood-Schauspielerin wurde sie außerdem Opfer von Sexismus. Als die Macher von „Suits“ sie in ihrer Rolle immer wieder leicht bekleidet zeigen wollten, wehrte sie sich. „In dieser Staffel schien jedes Drehbuch mit ,Rachel kommt mit einem Handtuch herein‘ zu beginnen“, erklärte sie 2014. „Ich denke, an einem bestimmten Punkt fühlst du dich mächtig genug, nein zu sagen.“

Jahrbuch-Zitat wird zur Metapher für ihr Leben

Mit ihrer Heirat ins britische Königshaus erreichte die Diskriminierung  jedoch ein anderes Level. In den britischen Medien brach eine Welle des Hasses über sie herein. „Als ich meinen jetzigen Ehemann zum ersten Mal traf, waren meine Freunde wirklich happy, weil ich so glücklich war. Aber meine britischen Freunde sagten zu mir: ,Ich bin sicher, er ist großartig. Aber du solltest es nicht tun, weil die britischen Boulevardzeitungen dein Leben zerstören werden’“, erinnerte sich Herzogin Meghan im Interview mit ITV News. Doch sie war naiv, wie sie heute weiß. Die frühere Schauspielerin wusste zwar, dass es nicht einfach werden würde, „aber ich dachte, dass es fair wird.“

Schließlich klagten die Sussexes gegen die Boulevard-Presse. Außerdem zogen sie sich aus dem britischen Königshaus zurück, um ein selbstbestimmteres Leben zu führen. Heute wirkt das Jahrbuch-Zitat fast wie eine Metapher für Meghans Leben. Und man kann nur hoffen, dass sie all diese schlimmen Erfahrungen nur noch stärker gemacht haben.

Quellen: Vanity Fair.es, Insider.com, Stern.de