Herzogin Meghan hat nun per Videobotschaft zu der Abschlussklasse ihrer ehemaligen Schule gesprochen. In ihrer bewegenden Rede sprach sie über Rassismus in den USA.

Herzogin Meghan erlebte schon als Kind Rassismus. Ihre Mutter Doria wurde von einem Fremden mit dem N-Wort beschimpft.
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Herzogin Meghan spricht über „Black Lives Matter“-Bewegung

Herzogin Meghan nutzt ihre Stimme. An ihrer ehemaligen Schule, der Immaculate Heart High School in Los Angeles, fand nun eine virtuelle Abschlussfeier statt. Die 38-Jährige wurde als Gastrednerin dazu geschaltet. Die Frau von Prinz Harry nutzte die Gelegenheit, um auf die „Black Lives Matter“-Bewegung aufmerksam zu machen.

„Was in unserem Land, in unserem Staat und unserer Heimatstadt Los Angeles passiert ist, ist absolut verheerend“, sagte eine sichtlich bewegte Herzogin Meghan in ihrer Rede. „Es tut mir so leid, dass ihr in einer Welt aufwachsen müsst, wo so etwas immer noch passiert.“

Frau von Prinz Harry spricht über Unruhen in Los Angeles

Als Teenager erlebte sie selbst Unruhen, die durch Rassismus ausgelöst wurden. „Ich erinnere mich an die Ausgangssperre, und ich erinnere mich daran, wie ich nach Hause eilte und auf dem Nachhauseweg sah, wie Asche vom Himmel fiel, den Rauch roch und Rauch aus Gebäuden kam und wie Menschen mit Taschen und Plünderungen aus Häusern stürmten“, erzählte die ehemalige Schauspielerin. „Ich erinnere mich, wie ich einen Mann hinten in einem Van sah, der nur Waffen und Gewehre hielt. Und ich erinnere mich, wie ich zum Haus vorfuhr und die Bäume sah, die immer dort waren, völlig verkohlt waren. Und diese Erinnerungen verschwinden nicht.“

Sie gab auch zu, dass sie nervös war, nicht die richtigen Worte zu finden und das ihre Rede „auseinandergenommen“ werden würde. Doch sie kam schließlich zu dem Schluss, dass „das einzig Falsche ist, nichts zu sagen“. Weil die Leben von George Floyd und allen anderen schwarzen Menschen, die durch Polizeigewalt starben, wichtig waren.

Doch trotz der Ereignisse hat Herzogin Meghan auch Hoffnung. „Jetzt könnt ihr Teil des Wiederaufbaus sein“, sagte sie dem Abschlussjahrgang ihrer ehemaligen Schule. „ Und ich weiß, dass die Leute manchmal sagen: ,Wie oft müssen wir alles wieder aufbauen?‘ Aber wir werden es wieder und wieder aufbauen, denn wenn das Fundament gebrochen ist, sind wir es auch.“

Quellen: Hello!, Express