Herzogin Meghan und Prinz Harry sprechen in einer bewegenden Dokumentation über ihr Gefühlsleben und wie sehr ihnen die negative Berichterstattung zu schaffen macht.

 Prinz Harry und Herzogin Meghan verraten in einer Dokumentation wie sehr sie unter den feindseligen Berichten der britischen Boulevardpresse leiden.  © picture alliance / AP Photo
Prinz Harry und Herzogin Meghan verraten in einer Dokumentation wie sehr sie unter den feindseligen Berichten der britischen Boulevardpresse leiden. © picture alliance / AP Photo

Freunde warnten Herzogin Meghan: „Die Presse wird dein Leben zerstören“

Es sind Worte, die aufhorchen lassen. Am Sonntagabend wurde die Doku „Harry and Meghan: An African Journey“ über ihre Afrika-Reise ausgestrahlt. Das Paar äußert sich darin auch zu seinem Leidensdruck in den letzten Monaten. Denn die britische Boulevardpresse hat Herzogin Meghan und Prinz Harry zur Zielscheibe negativer Berichterstattung gemacht.

Vor ihrer Hochzeit wurde die gebürtige Amerikanerin von ihren Freunden gewarnt. „Als ich meinen jetzigen Ehemann zum ersten Mal traf, waren meine Freunde wirklich happy, weil ich so glücklich war. Aber meine britischen Freunde sagten zu mir: ,Ich bin sicher, er ist großartig. Aber du solltest es nicht tun, weil die britischen Boulevardzeitungen dein Leben zerstören werden’“, erinnert sich Herzogin Meghan im Interview mit ITV News. Doch sie war naiv, wie sie heute weiß. Die frühere Schauspielerin wusste zwar, dass es nicht einfach werden würde, „aber ich dachte, dass es fair wird.“

 


 

Doch stattdessen wurde Herzogin Meghan immer wieder in den Dreck gezogen – nicht ohne Folgen. Der Druck lastet schwer auf der Mutter eines Sohnes. „Jede Frau ist verletzlich, besonders wenn sie schwanger ist, was das Ganze sehr herausfordernd für mich gemacht hat. Erst recht, wenn man ein Neugeborenes hat, wissen Sie? Du versuchst einfach nur, eine gute Mutter und eine gute Ehefrau zu sein“, erklärte sie in der Doku und war den Tränen nahe.

 


 

Blitzlicht weckt bei Prinz Harry schlimme Erinnerungen

Trotz allem versuchte die 38-Jährige gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Doch der Druck wurde irgendwann zu viel. „Ich habe schon lange zu H gesagt – so nenne ich ihn – es reicht nicht, nur etwas zu überleben, oder? Das ist nicht der Sinn des Lebens. Du musst strahlen. Du musst glücklich sein“, verrät die royale Schönheit.

Bei Prinz Harry weckt die Situation schreckliche Erinnerungen. Schließlich hat er als Kind hautnah miterlebt, wie auch seine Mutter Prinzessin Diana unter der Presse litt. „Jedes Mal, wenn ich eine Kamera sehe, jedes Mal, wenn ich einen Klick höre, jedes Mal, wenn ich einen Blitz sehe, bringt mich das direkt zurück“, so der Rotschopf. Ihr Tod und die Erinnerungen daran eine „Wunde“, die immer noch schmerze. Dass er seine Ehefrau nun beschützen möchte, wundert nicht.

Über Streit mit Prinz William: „Als Brüder hat man gute und schlechte Tage“

Prinz Harry äußerte sich auch zu den Gerüchten, er habe Streit mit seinem älteren Bruder Prinz William. „Wir sind derzeit sicherlich auf unterschiedlichen Pfaden“, räumte der 35-Jährige ehrlich ein. „Wir sehen uns weniger als früher, weil wir beide so beschäftigt sind. Aber ich liebe ihn von ganzem Herzen – und der Großteil der Schlagzeilen entsteht aus nichts“, klärte der Enkel von Queen Elizabeth auf. Doch er gibt auch zu: „Als Brüder hat man gute und schlechte Tage.“ Doch beide könnten sich aufeinander verlassen. Und sicher ist Prinz William auch in diesen schweren Zeiten für seinen Bruder da.