Hubertus Prinz von Hohenlohe trauert um seinen Bruder. Christoph war vor 14 Jahren durch dramatische Umstände ums Leben gekommen. Die Familie hat diese Tragödie bis heute nicht verdaut.

Hubertus von Hohenlohe ist ein erfolgreicher Fotograf und Skirennläufer. © picture alliance/Felix Hörhager/dpa

Hubertus von Hohenlohe gedenkt Bruder

Es ist eine Wunde, die nicht heilen kann. Bis heute trauert Hubertus Prinz von Hohenlohe um seinen älteren Bruder. Christoph Prinz von Hohenlohe (†49) kam 2006 unter rätselhaften Umständen in einem thailändischen Gefängnis ums Leben. (Mehr dazu weiter unten)

Zum 14. Todestag am 8. August erinnerte der Prinz an „Kiko“. „Das waren glückliche Tage“, schrieb der Fotograf zu einem gemeinsamen Bild mit Mutter Ira von Fürstenberg. „Wir alle denken heute an dich, Kiko Diese Tragödie hätte nie passieren dürfen … Vor 14 Jahren gab uns das Leben einen schweren Moment, zum Verdauen (….)“ An seinen Worten spürt man, dass die Familie mit der Geschichte immer noch nicht abgeschlossen hat.

 

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Wer war Christoph von Hohenlohe?

Christoph von Hohenlohe kam am 8. November 1956 im schweizerischen Lausanne zur Welt. Er war der gemeinsame Sohn von Ira von Fürstenberg und Alfonso Prinz von Hohenlohe. Die Hochzeit sorgte damals für einen Skandal. Denn die Braut war beim Jawort erst 15 Jahre alt, der Bräutigam bereits 30.

Alfonso Prinz zu Hohenlohe und seine 16-jährige Ehefrau Prinzessin Ira mit ihrem erstgeborenen Sohn Prinz Christoph. ©dpa

Gemeinsam bekam das Paar die Söhne Christoph und Hubertus. Als die Ehe 1960 scheiterte, kam es zur Scheidungsschlacht. Alfonso Prinz von Hohenlohe entführte seine Söhne. Die verzweifelte Mutter bot eine Million Dollar für entschiedene Hinweise zum Aufenthaltsort ihrer Kinder. Der Fall sorgte in der internationalen Presse für viel Aufsehen. Es dauerte jedoch zweieinhalb Jahre, bis Ira von Fürstenberg ihre Jungs wieder in die Arme schließen konnte.

Ein Fehler kostete dem Royal das Leben

Christoph wurde Teilhaber des New Yorker Restaurants „Tre Merli“ und führte ein Jetset-Leben. Es fiel ihm schwer, seinen Platz im Leben zu finden. Im Sommer 2006 reiste „Kiko“ nach Thailand. Dort fastete der übergewichtige 49-Jährige in einer Wellness-Oase auf Krabi.

Am 29. Juli 2006 wurde Christoph von Hohenlohe schließlich in Bangkok festgenommen. Er hatte die Gültigkeit seines Visums gefälscht. Er kam in eine Zelle mit 40 anderen Männern, darunter Mörder und Dealer. „40 Menschen waren in einer kleinen Zelle zusammengepfercht, sie lagen am Boden wie Hunde“, so Hubertus.

„Kiko“ erlitt einen Zuckerschock im Gefängnis

Die gesundheitliche Versorgung war für den Diabetes-Kranken nicht gewährleistet. Die Familie versuchte alles, um den Prinzen aus dieser Hölle zu befreien, doch sie waren hilflos. Schließlich fiel „Kiko“ ein sogenanntes „Zucker-Koma“. Es dauerte nicht lange und der Adlige starb im Gefängniskrankenhaus. Die Nachricht seines Todes erfuhr Hubertus von Hohenlohe auf äußerst herzlose Weise. „Es freut mich, Ihnen mitzuteilen, dass ihr Bruder gestorben ist“, erklärte eine Angestellte des Spitals ihm Telefon.

Christoph Prinz von Hohenlohe wurde in der Familiengruft in Marbella beigesetzt. Es ist ein Platz der Erinnerung an eine Tragödie, die niemals hätte passieren dürfen.