Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern gesteht, dass er fast 10 Millionen Euro verloren hat. Grund dafür waren Investitionen in Start-ups.

Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern
Seine Durchlaucht Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern stammt aus dem schwäbischen Familienzweig (Archivfoto aus dem Jahr 2011). © picture alliance / dpa | Herbert Knosowski

Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern gibt Fehler zu

Die Geschäftswelt ist ein hartes Pflaster. Eine falsche Entscheidung kann den Bankrott bedeuten. So schlimm ist es bei Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern zum Glück nicht. Dennoch hat auch der Adlige mit seiner Unternehmensgruppe schon Pech gehabt. „Ich habe gut 10 Millionen Euro verloren“, offenbart der 68-Jährige jetzt in dem Unternehmer-Magazin „Impulse“.

Doch wie kam es zu dem Millionenverlust? 2015 fing der Adlige an in Start-ups zu investieren. „Ich griff kleineren Start-ups finanziell unter die Arme. Natürlich in der Hoffnung, sie gewinnbringend zu veräußern“, erzählt der Unternehmer. „Mein Geschäftsführer schleppte ein Start-up nach dem anderen an. Freunde warnten mich. Du weißt, dass aus acht von zehn Gründungen nichts wird?, sagten sie. Doch ich entwickelte einen Tunnelblick“, gesteht der Fürst.

So verlor er fast 10 Millionen Euro

Der Erfolg ließ auf sich warten. Immer wieder tauchten Hürden auf, neue Investitionen wurden nötig. Das ging ordentlich ins Geld. Schließlich behielt sein Umfeld recht: Aus einigen Start-ups wurde nichts. „Am Ende musste ich die meisten Start-ups kaputtgehen lassen. Nur bei zweien gelang mir ein Verkauf ohne Verlust, aber auch ohne großen Gewinn. Damit war ich ziemlich genau bei der Quote gelandet, die mir meine Freunde prophezeit hatten“, erinnert sich der diplomierte Betriebswirt.

Am Ende waren gut 10 Millionen Euro futsch. Die Schuld dafür sucht Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern bei sich. „Vielleicht habe ich mich zu schnell von den Geschäftsmodellen überzeugen lassen“, glaubt der 68-Jährige. Dazu kommt, dass sich der geschäftliche Erfolg trotz gründlicher Prüfung natürlich nicht immer voraussagen.

Dass der Fürst auch so offen über seine berufliche Niederlage spricht, verdient Respekt. Denn wie viele Unternehmer gibt es, deren Ego so groß ist, dass sie Misserfolg am liebsten unter den Teppich kehren. Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern tut das nicht. Das hat er auch nicht nötig. Mit seiner Unternehmensgruppe hat er in den Bereichen Forstwirtschaft, Industrie, Immobilienwirtschaft und Tourismus großen Erfolg. 2008 berichtete die „Wirtschaftswoche“ von einem Umsatz in Höhe von 530 Millionen Euro.