König Rama X. von Thailand weht ein rauer Wind entgegen. Deutsche und thailändische Aktivisten wollen ihn aus Bayern vertreiben.

König Rama X. duldet in Thailand keine Kritik seiner Person. In seiner zweiten Heimat Deutschland ist es in den vergangenen Tagen jedoch immer wieder zu Protestaktionen gekommen. © picture alliance/ZUMA Press

Proteste gegen König Rama X. in Deutschland

Ärger um König Rama X. Deutsche und thailändische Aktivisten wollen den 68-Jährigen aus Bayern vertreiben. Maha Vajiralongkorn, wie er auch genannt wird, wohnt seit Monaten in einem Hotel in Garmisch-Partenkirchen. Dort fanden nun Proteste statt.

Am Mittwoch hat die Gruppe „PixelHelper“ einen großen Seecontainer vor der Zufahrtsstraße des Hotels abgestellt. Der Container zeigte ein manipuliertes Bild des Monarchen mit Stinkefinger. „Ein Geschenk an den König“, erklärte die Aktionsgruppe. Schließlich rückte die Polizei an und ließ die Blockade entfernen. Zuvor wurden Slogans mit einem Projektor auf das Hotel projiziert

 

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„Rama von Thailand ist ein Killerkönig“

Doch es war nicht die einzige Protestaktion in den vergangenen Tagen. Am Donnerstag gossen die Aktivisten rote Farbe über die Rheinstufen in Düsseldorf. „Zum Gedenken an die Opfer des thailändischen Killerkönigs“, schrieb die Organisation bei Instagram. Danach trugen die Aktivisten den Monarchen symbolisch mit einem schwarzen Sarg zu Grabe.

 

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Thailändischer Monarch soll Deutschland verlassen

Doch was ist der Sinn dieser ganzen Aktionen? „Wir wollen ihm das Vergnügen nehmen und ihm klarmachen, dass er hier nicht willkommen ist“, wird Oliver Bienkowski von der Organisation „PixelHelper“ zitiert.

Die im Exil lebende Aktivistin Junya Yimprasert fordert die Abschaffung der Monarchie in Thailand. Denn diese würde ihr Heimatland am Fortschritt hindern. Stattdessen wünscht sich die 53-Jährige eine Demokratie. Außerdem verlangt die Thailänderin, dass der König vor Gericht gestellt wird. Er soll für den Tod und das Verschwinden unzähliger Menschen verantwortlich sein. 

Unmut wächst auch in Thailand

Auch in Thailand hat sich inzwischen eine starke Front gegen den König gebildet. Netzwerke operieren jedoch meistens im Geheimen, denn öffentliche Kritik steht unter Strafe. Und auch in Deutschland scheint eine negative Berichterstattung nicht ungefährlich zu sein. Wie „Bild“ berichtet, versuchten die Sicherheitskräfte des Monarchen Bild-Reporter einzuschüchtern, nachdem sie ein Interview mit Junya Yimprasert geführt hatten.

Die nächsten Aktionen sind schon geplant

Die nächste Protestaktion ist schon geplant. „Wir suchen jetzt nach alten Feuerwehrautos, mit denen wir neben dem König fahren können, wenn er wieder auf sein Fahrrad steigt, um die Gegend zu erkunden“, so Bienkowski. Außerdem bietet die in Berlin ansässige Organisation „PixelHelper“ jedem Zeugen 3000 Euro, der Beweise für kriminelles Fehlverhalten von König Rama X. liefert.

Quellen: Deutsche Welle, Instagram PixelHelper, hln.be, Bild.de