Marie-Antoinette ist bis heute eine der berühmtesten Königinnen der Welt. Diese unglaublichen Fakten kennt aber kaum jemand.

Marie-Antoinette von Frankreich
Das Leben von Marie-Antoinette wurde von vielen Tragödien überschattet. Mehr dazu in den Fakten. © picture-alliance / akg-images | akg-images

Ihre Geburt stand unter einem schlechten Stern

Das Leben von Marie-Antoinette begann unter tragischen Umständen. Ihre Mutter wäre bei ihrer Geburt am 2. November 1755 fast gestorben. Und nie plagten Maria Theresia Komplikationen bei ihren Schwangerschaften – bei keinem ihrer 15 Kinder.

Doch das war nicht das einzige böse Omen. Am Tag vor ihrer Geburt hatte das Erdbeben von Lissabon schätzungsweise 100.000 Menschen getötet. Dies wurde als schlechtes Zeichen gedeutet, da das Königspaar von Portugal als Taufpaten für Mädchen vorgesehen waren.

Auf ihrer Hochzeitsfeier gab es Tote

Am 19. April 1770 heiraten die 14-Jährige den ein Jahr älteren Ludwig XVI. per procurationem – also ohne selbst anwesend zu sein. Am 16. Mai 1770 folgte die eigentliche Hochzeit. Zwei Wochen wurde ein rauschendes Fest in Versailles gefeiert. Zum krönenden Abschluss wurde am 30. Mai auch das Volk auf den Place Louis XV. (dem späteren Place de la Concorde) eingeladen. Eine verhängnisvolle Entscheidung, denn der Platz war noch gar nicht fertig.

Das Knallen des Feuerwerks löste schließlich eine furchtbare Massenpanik aus. Die Feiernden stürzten in eine nicht gesicherte Baugrube oder wurden zu Tode getrampelt. Mindestens 139 Menschen starben. Unglaublicher Fakt: Auf demselben Platz wurden Marie-Antoinette und ihr Mann später hingerichtet.

Mann der Königin brauchte Sex-Tipps

Obwohl Marie-Antoinette bei ihrer Hochzeit erst 14 Jahre alt war, sollte sie zügig einen Thronfolger zur Welt bringen. Doch auch nach sieben Jahren Ehe war kein Nachwuchs in Sicht.

Also reiste Joseph II. nach Versailles, um seine Schwester Beistand zu leisten. Offenbar musste er seinem Schwager erst erklären, wie Sex richtig funktioniert. „Er [Ludwig XVI.] hat ausgezeichnete Erektionen, führt sein Glied ein, verharrt dort regungslos vielleicht zwei Minuten lang, und ohne sich zu ergießen zieht er sein immer noch aufrecht stehendes Glied zurück und wünscht seiner Frau gute Nacht“, schrieb Joseph seinem Bruder Leopold in einem Brief. Die Nachhilfestunde zeigte Wirkung: Eineinhalb Jahre später wurde schließlich die erste Tochter Marie Thérèse geboren.

Ludwig XVI.
Ludwig XVI. soll oft zu schwerfällig für den Geschlechtsakt gewesen sein, was seine Frau ziemlich frustrierte. © Gemeinfrei

Die Sache mit dem Kuchen ist (wohl) nie passiert

Wahrheit oder Legende? Bis heute hält sich das Gerücht, dass die Königin auf die Situation der hungernden Bauern ziemlich kalt reagiert haben soll. „Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen“, erklärte Marie-Antoinette angeblich.

Es gibt jedoch keine Beweise dafür, dass die Königin diesen berühmten Satz wirklich gesagt hat. Zwar notierte Philosoph Jean-Jacques Rousseau diesen Ausspruch, verriet aber nicht, welche Prinzessin ihn von sich gegeben hatte. Zudem könnte es sich um einen Übersetzungsfehler handeln. Im Deutschen wird das Wort „Brioche“ oft mit Kuchen übersetzt, in Wahrheit ähnelt es mehr einem süßen Hefebrot.

Das „Marie-Antoinette-Syndrom“ wurde nach ihr benannt

Das „Marie-Antoinette-Syndrom“ beschreibt ein Phänomen, bei dem die Haare quasi über Nacht komplett weiß werden. Benannt wurde es nach französischen Königin. Denn nach ihrer Gefangennahme ,und den damit verbundenen Kummer, wurden ihre Haare angeblich plötzlich schneeweiß.

Sie entschuldigte sich bei ihrem Henker

Am 16. Oktober 1793 fand die Hinrichtung von Marie-Antoinette statt. Auf dem Place de la Concorde verlor sie ihren Kopf unter der Guillotine. Ihre letzten Worte waren „Pardon, Monsieur“ – sie war ihrem Henker versehentlich auf den Fuß getreten.