Königin Silvia von Schweden spricht zum ersten Mal über den Tod ihres Bruders. Im Interview verrät sie auch, woran Walther Sommerlath gestorben ist.

Königin Silvia
Königin Silvia trauert um ihren Bruder Walther Sommerlath. © picture alliance / IBL Schweden | Ola Axman / IBL BildbyrÃ¥

Königin Silvia äußert sich zum Tod von Walther Sommerlath

„Trauer ist der Preis, den wir für Liebe zahlen“, sagte Queen Elizabeth einst so treffend. Nun „zahlt“ auch Königin Silvia diesen Preis. Im Oktober ist ihr Bruder Walther Sommerlath im Alter von 86 Jahren gestorben. Zum ersten Mal hat die Frau von König Carl Gustaf über ihren traurigen Verlust gesprochen.

Im Gespräch mit „TV4“ für die Sendung „Kungahuset 2020“ hat Königin Silvia die Todesursache ihres Bruders offenbart, demnach starb Walther Sommerlath nicht etwa am Coronavirus, sondern an Alzheimer. Sein Gedächtnis und seine Wahrnehmung wurden zunehmend schlechter. „Es ist eine schreckliche Krankheit“, erklärte die 76-Jährige mit glasigen Augen. Man spürt wie nahe ihr der Tod ihres Bruders geht.

Es ist schmerzhaft. Allmählich erlischt dein Bewusstsein und du kannst keine Antworten bekommen – du findest nicht die Richtigen. Und man ärgert sich, deshalb war es auch sehr schwierig, damit umzugehen. Besonders in den letzten Monaten.“

Schwedische Königin fühlte sich hilflos

Königin Silvia begleitete ihren Bruder in seinen letzten Monaten. Sie holte Walther Sommerlath extra nach Schweden, um ihn bei seiner Krankheit beizustehen. In manchen Momenten fühlte sich die 76-Jährige überfordert und hilflos. „Es gibt kein Handbuch, das sagt, was ich vermisst habe. Wer sagt, wo er jetzt ist, an welchem ​​Punkt er jetzt ist? Fordere ich zu viel oder zu wenig? Kann ich erwarten, dass er so und so reagiert“, sagte die Mutter von Kronprinzessin Victoria traurig.

Für Königin Silvia ist es nicht das erste Mal, dass sie ein geliebtes Familienmitglied an Alzheimer verliert. Auch ihre Mutter Alice Sommerlath starb 1997 an den Folgen der tückischen Krankheit. Seit jeher setzt sich die schwedische Königin für bessere Pflegekonzepte von Demenz-Patienten ein.

Ihre Erfahrungen konnten ihr jedoch nur bedingt helfen. „Seit 25 Jahren arbeite ich wirklich mit diesen Themen, aber es war eine völlig neue Situation. Alzheimer ist wirklich etwas Schreckliches, muss ich sagen“, erzählte die dreifache Mutter traurig.