Königin Silvia berichtet zum ersten Mal, wie ihre Familie in der DDR von der Stasi verfolgt wurde. Außerdem verrät ihre Cousine, was die 76-Jährige alles für sie getan hat.

Königin Silvia voin Schweden
Königin Silvia unterstützte jahrelang ihre Familie in der DDR. © picture alliance / dpa | Daniel Karmann

Onkel von Königin Silvia wurde ausspioniert

Königin Silvia spricht über die DDR-Vergangenheit ihrer Familie. In dem neuen Buch „Carl-Gustaf Svingel och Silvias familj i det kalla krigets Berlin“ geht es um Opernsänger Carl-Gustaf Svingel und Königin Silvias Verwandtschaft in Berlin während des Kalten Kriegs.

Ihr Onkel Ernst Sommerlath war damals Priester in Ostberlin. Aufgrund seiner Tätigkeit wurde er besonders bewacht. „Es war sehr kompliziert, die Erlaubnis zu bekommen, meinen Onkel Ernst und seine Familie zu besuchen. Er durfte seine Villa behalten, aber im Haus lebte immer ein Spion. Sie kontrollierten alle Gespräche, ihr ganzes Leben, alles, was sie taten“, offenbart Königin Silvia in dem Buch. Diese Methoden der Stasi waren damals gang und gäbe.

Sie unterstützte ihre Familie in der DDR

Das Buch enthüllt auch, was die 76-Jährige für ihre Familie getan hat. Mit 21 Jahren wurde ihre Cousine Cornelia Grude Mutter eines Sohnes. Alexander wurde mit bleibenden Hirnschäden geboren und brauchte deswegen eine besondere Ausstattung. Doch in der DDR waren Dinge wie Rollstühle Mangelware.

Also nahm Silvia von Schweden die Sache selbst in die Hand. „Es war unglaublich, wie viel Unterstützung wir erhalten haben. Die Königin schickte einen speziellen Stuhl, den Alexander benutzen und sein Gleichgewicht üben konnte. Wir hatten so etwas noch nie gesehen. Es bedeutete so viel. In einem Paket aus Schweden kam ein spezieller Kinderwagen, der für ältere Kinder geeignet ist“, erinnert sich Cornelia Grude. Man kann sich gut vorstellen, wie viel Alexanders Mutter diese Hilfe bedeutet haben muss.

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Sie hat das Leben von Alexander verbessert

Als die Familie, auch durch die Hilfe von Carl-Gustaf Svingel,  nach Westberlin umsiedeln konnte, schenkte Königin Silvia ihren Angehörigen das nötige Geld für ein Auto. Trotz allem bleibt Königin bescheiden. „Mein Vater hat Cornelia aktiv unterstützt. Ich war ein bisschen im Hintergrund, habe ihr aber finanziell geholfen“, sagt die Ehefrau von König Carl Gustaf.

Heute lebt Alexander in einem Wohnheim und hat sich im Laufe der Jahre positiv entwickelt – auch dank der Hilfe von Königin Silvia, wie seine Mutter bestätigt.

Quellen: Expressen, Billed Bladet