Kronprinz Frederik hatte Selbstmordgedanken. Dieses Geständnis machte der Sohn von Königin Margrethe in einem Buch. Doch warum hatte der Thronfolger so dunkle Gedanken?

Kronprinz Frederik
Frederik von Dänemark hatte als junger Mann Selbstmordgedanken. © Franne Voigt, Kongehuset.dk

Kronprinz Frederik hatte Suizidgedanken

Kronprinz Frederik hat schwere Zeiten hinter sich. Wie viele Royals bekam auch der Däne die dunkle Seite der Monarchie zu spüren. Als junger Mann plagte sich der Sohn von Königin Margrethe sogar mit Selbstmordgedanken herum. Das offenbarte 1996 in dem Buch „En familie og dens dronning“.

„Tiefs, echte Tiefpunkte sind mir nicht fremd. Man hat seine Depressionen. Ich habe graue Tage gehabt. Ich habe auch mit ihnen gekämpft“, gestand der Mann von Kronprinzessin Mary. Plötzlich war dieser Gedanke in seinem Kopf: „Ich kann einfach den Schritt aus dem Fenster machen, und dann werde ich Frieden mit haben.“

Irgendwann stellte der Däne dann fest, dass etwas mit ihm nicht stimmt. „Wir haben alle Tage, an denen alles Mist ist. Ich erinnere mich, wie ich mit einem meiner guten Freunde darüber gesprochen habe: Bin ich krank, wenn man von einem solchen Gedanken gestreift wird? Oder was zur Hölle ist los?“

Königin Margrethe war nicht für ihren Sohn da

Doch was führte dazu, dass Kronprinz Frederik Suizidgedanken hatte? Diese Frage lässt sich nicht natürlich nicht in einer Antwort erklären. Es waren wohl mehrere Faktoren, die zu einer handfesten Krise führten.

Zum einen hatte der Thronfolger keine besonders schöne Kindheit. Das Verhältnis zu seinen Eltern war distanziert. Königin Margrethe wollte sich als Frau auf dem Thron beweisen, stürzte sich komplett in ihre Arbeit. „Meine Mutter hat meine Erziehung Kindermädchen überlassen. Ich hatte mit meinen Eltern eigentlich nicht viel zu tun, bis ich 21 war. Als ich klein war, wurde ich ihnen vorgeführt, und zwar gewaschen, ehe man mich ins Bett legte“, offenbarte Kronprinz Frederik im Interview mit „Parade“.

Die dänische Monarchin räumte später ein, dass sie keine besonders gute Mutter war. „Die Jungen bedeuten mir unendlich viel, und das wissen sie auch. Auf der anderen Seite bin ich nicht der Typ, der die Kinder die ganze Zeit nah bei sich haben will“, erklärte sie einmal.

Prinz Henrik fehlte das Feingefühl

Prinz Henrik versuchte, aus seinem sensiblen Sohn einen „echten Mann“ zu machen. Seine Erziehung war streng und wenig liebevoll. „Papa, es wird gesagt, dass man den züchtigt, den man liebt. Wir haben nie an deiner Liebe gezweifelt! Manchmal war sie etwas überwältigend“, erklärte Kronprinz Frederik 1992 bei der Silberhochzeit seiner Eltern.

Er wollte kein König werden

Die Bürde der Krone belastete Kronprinz Frederik zusätzlich. „Der Gedanke, dass ich mal König werde, wurde zur Phobie. Ich hatte das Gefühl, mein Leben geht zu Ende. Und keiner erklärte mir, was eigentlich passieren wird“, sagte er dem Sender TV2.

Zum Glück konnte der Royal seine dunklen Gedanken loswerden. Sport wurde für den Thronfolger zu einem wichtigen Ventil. Zudem hat er in Kronprinzessin Mary eine Partnerin gefunden, die ihn in allen Lebenslagen unterstützt. Und so schlimm die Krise für Kronprinz Frederik auch war: Heute ist er stärker denn je.

Solltest du auch depressiv sein oder Selbstmordgedanken haben, melde dich bitte bei der Telefonseelsorge. Dort kannst du anonym über deine Probleme sprechen. Die Telefonnummern sind 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222.