Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen hat in einem Interview über ihre Kindheit gesprochen und warum Bücher für sie schon damals so wichtig waren.

 Kronprinzessin Mette-Marit ist   Botschafterin   für norwegische Literatur.  ©imago images / PPE
Kronprinzessin Mette-Marit ist Botschafterin für norwegische Literatur. ©imago images / PPE

Kronprinzessin Mette-Marit war als Kind einsam

Kronprinzessin Mette-Marit gewährt private Einblicke in ihre Kindheit. In einem Interview mit „Welt“ sprach die Norwegerin offen darüber, welchen Stellenwert Bücher schon damals für sie hatten. „Als norwegisches Kind kam man in dieser Zeit ums Lesen gar nicht herum: Das war einfach das Einzige, was einem angeboten wurde“, sagt die Blondine im Interview. Für sie war Literatur immer ein Ausweg aus der Einsamkeit. „Als Kind war ich zurückhaltend und viel allein“, verrät die Ehefrau von Kronprinz Haakon. „Und vielleicht auch etwas seltsam.“

Als sie elf Jahre alt war, ließen sich ihr Vater Sven und ihre Mutter Marit scheiden. Mette-Marit reagierte daraufhin mit Rebellion. „Meine Kindheit hat etwas mit mir gemacht und ich hatte eine Phase, in der ich so viel Schmerz in mir hatte, der als Zorn und Trauer herauskam“, gesteht die sensible Kronprinzessin.

Prinzessin kommt nach Deutschland

Ihre Leidenschaft für Bücher wird Kronprinzessin Mette-Marit auch nach Deutschland führen. Am 16. Oktober beginnt die diesjährige Frankfurter Buchmesse, auf der die Norwegerin als Ehrengast geladen ist. Die dreifache Mutter werde „mit einem durch Deutschland fahrenden Literaturzug“ nach Frankfurt reisen, verrät Petter Ølberg, der norwegische Botschafter in Deutschland.

Dort wird sie auch ein Buch vorstellen, an dem sie selbst mitgearbeitet hat. „Heimatland“ (Orginaltitel: „Hjemlandet“) umfasst eine Auswahl von zwölf norwegischen Geschichten und Aufsätzen, die Kronprinzessin Mette-Marit und der Schriftsteller Geir Gulliksen gemeinsam redigiert haben.

Gegenüber „Welt“ nannte die 46-Jährige auch ihre 22 Lieblingsbücher. Dazu zählen beispielsweise: Philip Roth: „Täuschung“, Haruki Murakami: „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“, Kazuro Ishiguro: „Alles, was wir geben mussten“, Torgny Lindgren: „Hummelhonig“ oder Hermann Hesse: „Das Glasperlenspiel*“.

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