Kronprinzessin Mette-Marit war die „Bachelorette“ der Neunzigerjahre. 100 Männer kämpften in einer TV-Show um ihre Gunst. Am Ende fand die Norwegerin ihre große Liebe aber woanders.

Kronprinzessin Mette-Marit suchte im TV nach einem Mann
Mette-Marit von Norwegen nahm in jungen Jahren an einer Flirt-Show teil. Damals war sie mit ihrem unehelichen Sohn Marius schwanger. Die Aufzeichnung ist heute offiziell gesperrt, findet sich aber noch in den Tiefen des Internets … © picture alliance/dpa | Boris Roessler

Kronprinzessin Mette-Marit nahm an Dating-Show teil

Kronprinzessin Mette-Marit war kein Kind von Traurigkeit. In ihrer Jugend ließ es die Norwegerin ordentlich krachen. Von wilden Partys ist die Rede, angeblich experimentierte sie sogar mit Drogen. „Ich habe Grenzen des Akzeptierten überschritten, und das tut mir heute leid. (…) Ich habe in meiner Jugend einen großen Drang verspürt, zu rebellieren“, gab sie auf einer Pressekonferenz vor ihrer Hochzeit zu.

Was viele nicht wissen: Bereits vor dem Jawort trat Kronprinzessin Mette-Marit ins Rampenlicht. Im Herbst 1996 nahm sie an der Flirt-Show „Lysthuset“ (Dt.: „Lusthaus“) des Senders TVNorge teil. Deutlich schwanger machte sich die Norwegerin auf der Suche nach ihrem Traummann. Über 100 Männer kämpften um ein Date mit der 23-Jährigen. Mette-Marit war also eine Art „Bachelorette“ der Neunzigerjahre.

Frau von Kronprinz Haakon stand auf „Böse Jungs“

„Mette-Marit ist ein Mädchen, das mit beiden Beinen fest in den Wolken steht. Sie ist stark vom Reisefieber befallen, und nirgendwo hält es sie lange. Sie hat auf dem Gipfel des Ayers Rock in Australien gestanden und sie ist in Indien verhaftet und ausgewiesen worden. In Kalkutta fiel sie vor der norwegischen Botschaft in Ohnmacht. Aber bei uns im Lusthaus muss sie ein paar Minuten lang hübsch stillsitzen“, stellte sie damals Moderatorin Silvany Bricen vor.

Auch ihr Outfit war typisch Neunzigerjahre. Kronprinzessin Mette-Marit trug ein schwarzes Oberteil und eine Leggings mit Leoparden-Muster. Besonders spannend wurde es, als die Norwegerin von ihren Vorlieben sprach. Die 23-Jährige gab zu, eine Schwäche für „böse Jungs“ zu haben.

„Der Todestänzer“ gewann ein Date mit ihr

Am Ende gewann Kandidat Odd Arne Grøtterud mit dem Spitznamen „Der Todestänzer“. Zwischen Mette-Marit und ihm funkte es allerdings nicht. Ihren echten Traummann traf sie 1996 beim Quart-Festival im Süden Norwegens. Drei Jahre später wurden Kronprinz Haakon und die Blondine ein Paar. Doch wer hätte gedacht, dass die künftige Königin einst im Fernsehen nach einem Mann suchte?

Inzwischen sind die wilden Jahre von Kronprinzessin Mette-Marit längst Schnee von gestern. Heute ist die Adlige für viele Menschen ein Vorbild – gerade weil sie zu ihrer Vergangenheit steht.