Herzogin Meghan und Prinz Harry wehren sich gegen die Boulevardmedien. Doch damit könnten sie sich ins eigene Fleisch schneiden.

Herzogin Meghan geht juristisch gegen eine Zeitung vor, die Auszüge eines privaten Briefes an ihren Vater Thomas Markle veröffentlicht hatte.
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Private Textnachrichten von Prinz Harry veröffentlicht

Es ist mutig und riskant zugleich: Herzogin Meghan verklagt die Herausgeber der „Mail on Sunday“, weil die Zeitung einen privaten Brief an ihren Vater veröffentlicht hatte. Am Freitag soll die erste Online-Anhörung dazu vor Gericht stattfinden.

Auch wenn aus moralischer Sicht alles für Herzogin Meghan spricht, geht sie mit dieser Klage ein hohes Risiko ein. Denn im Zuge des Prozesses werden Details öffentlich, welche die Sussexes sicher lieber privat gehalten hätten. In den Gerichtsdokumenten sind beispielsweise Textnachrichten von Prinz Harry an seinen Schwiegervater zu finden, die nun weltweit von Medien zitiert werden. Der Royal verschickte die Nachrichten kurz nachdem gestellte Paparazzifotos von Thomas Markle veröffentlicht wurden. Darin wird deutlich, wie sehr der Royal darum gekämpft hat, den Konflikt mit seinem Schwiegervater aus der Welt zu räumen. Aus Respekt sieht ADELSWELT jedoch davon ab, den genauen Wortlaut zu veröffentlichen.

Diese Textnachrichten sind vermutlich nur der Anfang. Denn im Laufe des Prozesses könnten immer mehr Geheimnisse von Prinz Harry und Herzogin Meghan ans Licht kommen. Dass diese nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind, wird die Medien kaum daran hindern sie öffentlich zu machen. Denn vor allem mit negativen Berichten über die Sussexes lässt sich jede Menge Kasse machen.

Kommt es nun zum Rachefeldzug der Boulevardmedien?

Möglicherweise kommt es nun zum Rachefeldzug der britischen Medien gegen die Sussexes. Denn Meghan und Harry haben angekündigt, dass sie nicht mehr mit den vier größten Boulevardzeitungen Großbritanniens zusammenarbeiten werden. Diese hatten nach Auffassung der Royals nämlich absichtlich Lügen über sie verbreitet. „Harry und Meghan erklären den britischen Boulevardmedien den Krieg“, titelte Stern.de daraufhin.

Und die Boulevardpresse? Sie wird möglicherweise noch tiefer wühlen, um schmutzige Geschichten über das Paar ans Licht zu bringen. So können sie das öffentliche Bild der Sussexes endgültig zerstören. Unbestritten ist, wie groß die Macht der Medien ist. Die vier besagten Boulevardblätter erreichen mit ihren Geschichten täglich Millionen von Lesern. Sie beeinflussen die Meinung der Menschen enorm. Umso mutiger ist es daher, dass sich Meghan und Harry diesem Kampf stellen. Ob sie ihn gewinnen können, ist allerdings eine andere Frage.