Prinz Andrew steht das Wasser bis zum Hals. Eine neue Netflix-Dokumentation über den Fall Jeffrey Epstein bringt weitere erschütternde Details ans Licht.

Prinz Andrew hat seine royalen Pflichten niedergelegt. Er scheint den Fall Epstein aussitzen zu wollen, bis Gras über die Sache gewachsen ist.
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Neue Dokumentation über Fall Jeffrey Epstein

Prinz Andrew gerät weiter in Bedrängnis. Netflix zeigt nun eine Dokumentation über den verurteilen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. In „Jeffrey Epstein: Filthy Rich“ geht es um seine Vorliebe für minderjährige Mädchen und wie er seinen Missbrauch mithilfe von Geld und Einfluss so lange geheim halten konnte.

Auch das mutmaßliche Opfer Virginia Giuffre kommt darin zu Wort. Die heute 36-Jährige wiederholt darin noch einmal ihre Vorwürfe gegen Prinz Andrew. Laut ihrer Aussage kam es zum Sex mit dem Royal, als sie erst 17 Jahre alt war. Insgesamt sollen sie dreimal Geschlechtsverkehr gehabt haben. Sie behauptet, dass Prinz Andrew genau wusste, wie alt sie war. Nachdem Epstein-Freundin Ghislaine Maxwell die beiden miteinander bekannt gemacht hatte, konnte der Brite das Alter von Virginia richtig erraten. Laut Virginia Giuffre habe er daraufhin gesagt, dass er Töchter habe, „die ein bisschen jünger sind als du.“

Augenzeuge sagt gegen Prinz Andrew aus

Untermauert wird ihre Aussage von einem Augenzeugen. Steve Scully, früherer IT-Experte von Epstein, gibt an, den Queen-Sohn gemeinsam mit Virginia Giuffre auf der Karibik-Insel Little Saint James gesehen zu haben. „Ich sah Prinz Andrew. Er war am Pool zusammen mit einem Mädchen, das ich damals nicht kannte. Sie war jung. Sie hatte kein Oberteil an. Sie waren mitten im Vorspiel. Er hat sie begrapscht und sich an ihr gerieben“, erzählt Steve Scully in der Dokumentation. Der Augenzeuge betonte jedoch, dass augenscheinlich alles einvernehmlich geschah.

Prinz Andrew bestreitet die Vorwürfe bis heute. In dem Skandal-Interview im Herbst sagte der Royal, er habe „absolut keine Erinnerung daran, dass es jemals ein Treffen gab.“