Prinz Daniel von Schweden hat in einem Interview über seine schwere Nierenerkrankung gesprochen und offenbart, wie das neue Spenderorgan sein Leben verändert hat.

 Vor seiner Transplantation musste Prinz Daniel regelmäßig zur Dialyse, litt unter furchtbaren Schmerzen. „Sie sollten mal wissen, wie es sich anfühlt, wenn man glaubt, der Kopf explodiert, vermutlich ist er sogar tatsächlich kurz davor, wenn die Flüssigkeit den Körper verlässt“, erzählte der ehemalige Fitnesstrainer  © picture alliance/DPR
Vor seiner Transplantation musste Prinz Daniel regelmäßig zur Dialyse, litt unter furchtbaren Schmerzen. „Sie sollten mal wissen, wie es sich anfühlt, wenn man glaubt, der Kopf explodiert, vermutlich ist er sogar tatsächlich kurz davor, wenn die Flüssigkeit den Körper verlässt“, erzählte der ehemalige Fitnesstrainer © picture alliance/DPR

Prinz Daniel erinnert sich an seine Nierentransplantation

Hinter Prinz Daniel liegen schwere Zeiten. Jahrelang kämpfte der Mann von Kronprinzessin Victoria mit den Folgen einer schweren Nierenerkrankung. Mit dem Sender „TV4“ hat der Schwede nun noch einmal über seine Krankheit gesprochen. Anlass ist die „Organspendenwoche“, die jährlich vom nationalen Gesundheits- und Sozialamt ausgerufen wird, um mehr Menschen zu motivieren, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Vor zehn Jahre bekam Prinz Daniel von seinem Vater Olle Westling eine Niere gespendet. „Ich habe ein neues Leben bekommen – ist ihm auf ewig dankbar“, sagte der 46-Jährige im Interview. „Es ist ein bisschen so, als ob Sie plötzlich Farbe im Leben sehen, dass Sie Farbe statt Grau sehen“, erklärte der zweifache Vater.

Vor der Operation musste Prinz Daniel nämlich drei- bis fünfmal die Woche ins Krankenhaus zur Dialyse. „Für mich war es nur eine kurze Zeit, aber stellen Sie sich vor, Sie hätten es mehrere Jahre lang machen müssen, sagte der ehemalige Fitnesstrainer.

Ehemann von Kronprinzessin Victoria ruft zur Organspende auf

Prinz Daniel appelliert deswegen an die Menschen, sich einen Organspendeausweis zuzulegen „Was gibt es Schöneres, als die Sterblichkeit zu verlassen und bis zu acht Menschenleben zu retten? Ich denke nur an all diese verzweifelten Eltern, deren Kinder kurz vor dem Tod stehen. Wenn ich selbst ein Organ erhalten möchte, sollte ich bereit sein zu geben“, erklärte der Schwede in dem TV-Interview.

Obwohl es dem Schwiegersohn von Königin Silvia viel besser geht, muss er bis heute Tabletten nehmen. „Ich möchte, dass man versteht, dass auch dich selbst oder jemanden treffen kann, der dir wichtig ist.“

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