Muss Prinz George seinen Zahn abgeben? Der kleine Royal bekam einen Hai-Zahn von Sir David Attenborough geschenkt. Doch dann forderte Malta das Fossil zurück.

Ein Geschenk für Prinz George wird nun zum internationalen Streit-Thema. © picture alliance / Photoshot

Update: Prinz George darf den geschenkten Zahn eines Riesenhais nun doch behalten. Das erklärte ein Sprecher des Kulturministers von Malta.

Streit um Hai-Zahn von Prinz George

Was für eine irre Geschichte! Anfang der Woche schenkte Sir David Attenborough Prinz George einen Hai-Zahn. Der Naturforscher hatte das etwa 23 Millionen Jahre alte Fossil in den 1960er Jahren während eines Familienurlaubs auf Malta entdeckt. Der Zahn gehörte einst einem Megalodon, einer ausgestorbenen Riesenhai-Art, die bis zu 16 Meter lang werden konnte – also ungefähr der doppelten Länge eines Weißen Hais.  Der Sohn von Prinz William und Herzogin Kate war überglücklich über dieses besondere Geschenk.

Prinz George war total fasziniert von dem prähistorischen Hai-Zahn. © Kensington Palace via Instagram

Das Recht ist auf der Seite von Malta

Doch nun gibt es ein Problem: Malta fordert den Zahn von Prinz George zurück! Der maltesische Kulturminister José Herrera möchte den Hai-Zahn in einem örtlichen Museum ausstellen. Wie „Reuters“ berichtet, versprach er seinen Landsleuten „den Ball ins Rollen zu bringen“, um das Fossil zu bekommen. „Es gibt einige Artefakte, die für das maltesische Naturerbe wichtig sind und die im Ausland gelandet sind und es verdienen, gefunden zu werden“, sagte José Herrera der „Times of Malta“.

Muss Prinz George den prähistorischen Zahn jetzt wieder abgegeben? Gut möglich. Denn Fossilien fallen unter die Definition des kulturellen Erbes als „bewegliches oder unbewegliches Objekt von geologischer Bedeutung“, und gemäß den Bestimmungen des Gesetzes über das kulturelle Erbe von 2002 ist ihre Entfernung oder Ausgrabung inzwischen ausdrücklich verboten, wie „Times of Malta“ schreibt. Die Insel könnte also auf der Herausgabe beharren. Der Palast wollte sich noch nicht zu der Geschichte äußern.

Quellen: Reuters, Times of Malta, The Guardian