Prinz Harry ist mit seiner Beschwerde gegen die „Mail on Sunday“ gescheitert. Der britische Presserat gab dem Boulevard-Blatt recht. Sein Kampf gegen die Klatschpresse ist damit aber noch nicht beendet.

 Prinz Harry wurde von der „Mail on Sunday“ kritisiert, weil er Fotos von Wildtieren absichtlich zugeschnitten habe, um die Wahrheit zu verschleiern. Der Royal wollte die Vorwürfe aber nicht auf sich sitzen lassen und reichte Beschwerde ein.  © picture alliance / AP Photo
Prinz Harry wurde von der „Mail on Sunday“ kritisiert, weil er Fotos von Wildtieren absichtlich zugeschnitten habe, um die Wahrheit zu verschleiern. Der Royal wollte die Vorwürfe aber nicht auf sich sitzen lassen und reichte Beschwerde ein. © picture alliance / AP Photo

Prinz Harry vs. „Mail on Sunday“

Prinz Harry muss einen Rückschlag einstecken. Seine Beschwerde gegen die britische Boulevard-Zeitung „Mail on Sunday“ wurde von der britischen Medienaufsicht (Ispo) abgeschmettert. Das Blatt hatte dem Royal vorgeworfen, Bilder von afrikanischen Wildtieren manipuliert zu haben. Die Fotos für den Instagram-Account Sussex-Royal seien demnach abschnitten worden, um zu verschleiern, dass die Tiere teilweise festgebunden oder narkotisiert waren. In dem Artikel „Betäubt und angebunden – was Harry über diese beeindruckenden Tierfotos verschweigt“ hatte die „Mail on Sunday“ den Royal deswegen heftig kritisiert.

So erklärt der Royal die Fotos

Prinz Harry wollte die Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen. Er erklärte, dass der Artikel den irreführenden Eindruck erwecke, dass er die Fotos extra manipuliert habe. Es sei ihm nicht darum gegangen, sich als Tierfotograf zu profilieren, sondern das Bewusstsein der Menschen zu stärken.

Für die Nutzer sei es außerdem ersichtlich gewesen, dass die Tiere für die Aufnahmen ruhiggestellt worden sind. Und auch der Zuschnitt der Fotos sei aus technischen Gründen passiert, da Instagram nur ein bestimmtes Format zulasse. Eines der Bilder sei ohnehin schon bekannt gewesen, weil es 2016 bereits mit einem anderen Zuschnitt auf der Webseite der Königsfamilie veröffentlicht hatte.

Presserat gibt britischem Boulevard-Blatt recht

Die „Mail on Sunday“ widersprach den Argumenten. Prinz Harry habe den Instagram-Nutzern zu wenige Informationen über die Fotos gegeben und auch ein anderes Format des Fotos sei in dem sozialen Netzwerk möglich gewesen. Der Presserat gab der Zeitung recht und die Beschwerde von Prinz Harry wurde nicht stattgegeben.

Der 35-Jährige steht mit der Boulevardpresse schon länger auf Kriegsfuß. Im Oktober leitete der Queen-Enkel rechtliche Schritte gegen die Verlage der Zeitungen „The Sun“ und „Daily Mirror“ ein. Angeblich haben die Medienhäuser illegal seine Mailbox-Nachrichten abgehört.

Quelle: Independent Press Standards Organisation