Prinz William und Prinz Harry könnten mit ihrem Streit großen Schaden für die britische Königsfamilie anrichten. Adelsexperte Robert Lacey spricht nun über die Auswirkungen.

Prinz Harry und Prinz William
Jahrelang schien es, als wären Prinz Harry und Prinz William unzertrennlich. Ein neues Buch behauptet jedoch, ihr Zerwürfnis begann schon vor 15 Jahren. © picture alliance / Photoshot

Neues Buch über Streit zwischen William und Harry

Ein neues Buch sorgt gerade für mächtigen Zündstoff. In „Battle of Brothers“ (Dt.: „Kampf der Brüder“) schreibt Robert Lacey über den Streit von Prinz William und Prinz Harry. Der historische Berater der Serie „The Crown“ glaubt, dass es bereits vor dem sogenannten Megxit zum Bruch zwischen den Brüdern kam.

Offenbar war Prinz William mächtig sauer, als sein jüngerer Bruder 2005 im Nazi-Kostüm fotografiert wurde. „Zum ersten Mal litt ihre Beziehung wirklich und sie sprachen kaum miteinander. Harry ärgerte sich über die Tatsache, dass William so leicht davongekommen war“, heißt es in dem neuen Enthüllungsbuch.

Diese Gründe führten zu Zwist

Auch die Beziehung zwischen Harry und Meghan soll dem Thronfolger ein Dorn im Auge gewesen sein. Angeblich störte es William, wie rasant sich die Beziehung entwickelt hatte. Laut Lacey bat der Royal sogar den Bruder von Prinzessin Diana um Hilfe. Als Prinz Harry davon erfuhr, wurde er stinkwütend.

Die Taufe von Archie wurde ebenfalls zum Streitpunkt. Die Sussexes wollten alle Details, inklusive Taufpaten, geheim halten – Prinz William war dagegen.

Der traurige Tiefpunkt folgte am 8. Januar 2020. Prinz Harry und Herzogin Meghan verkündeten über Instagram, dass sie künftig keine Senior-Royals mehr sein wollen und das Königshaus verlassen. Der Rotschopf soll seine Familie nur zehn Minuten vorher informiert haben.

Bruch zwischen den Brüdern belastet die Monarchie

Bis heute beherrscht der Streit zwischen Prinz Harry und Prinz William die Schlagzeilen – und schadet damit dem britischen Königshaus enorm. Die Auswirkungen für das Image lassen sich kaum ermessen.

Robert Lacey kommt zu dem Urteil: „Wenn dieser Bruch zwischen den Brüdern nicht auf irgendeine Weise geheilt wird, wird er mit der Abdankungskrise (Anm.d.Red.: Die Abdankung von Edward VIII.) und dem Tod von Prinzessin Diana als eines der Trauma in die Geschichte eingehen, die die Monarchie verändert haben.“