Prinzessin Amalia bekam von einem Stalker Morddrohungen. Jetzt entscheidet das Gericht: Kommt der psychisch kranke Mann wieder frei?

Prinzessin Amalia der Niederlande
Prinzessin Amalia wurde von einem Stalker im Internet bedroht. „Ich spare für eine Waffe“, schrieb der ehemalige Soldat. © picture alliance / Royal Press Europe | Albert Nieboer

Prinzessin Amalia bekam Morddrohungen

Was wird aus dem Stalker von Prinzessin Amalia? Diese Frage klärt gerade das Gericht. Der ehemalige Soldat Wouter G. schickte der 16-Jährigen Morddrohungen im Internet und drohte damit, sie zu vergewaltigen. „Du wirst es dann schon riechen, wenn ich in deiner Nähe bin. Ja, Mädchen, es gibt kein Entkommen“, hieß es in einer Nachricht. Außerdem schrieb er auch noch einem Freud der Niederländerin bedrohliche Nachrichten.

Zum Glück dauerte nicht lange, bis die Polizei den Ex-Soldaten schnappte. Trotz der Beweise redete sich der Angeklagte raus. Ein „paar Biere“ hätten dazu geführt, dass er Prinzessin Amalia bedroht habe. Dabei stand der Täter bereits 2015 wegen eines ähnlichen Vergehens vor Gericht. Der 32-Jährige wurde schließlich in eine psychiatrische Klinik gebracht.

Kommt ihr Stalker wieder auf freiem Fuß?

Experten stellten dort fest, dass der Mann aus Zwolle an einer schizophrenen Störung leidet. Offenbar vermischt er Fantasie und Realität. Er gab an, ein Jahr mit Prinzessin Amalia auf der Bühne verbracht zu haben. Zuvor hatte er in einem Theaterstück mitgespielt. Vor Gericht sprach er von einem „indischen Tribunal“ und behauptete, dass seine Medikamente aus einer Kiesfabrik in Loppersum stammen. Der Verdächtige selbst betrachte sich nicht als „geistig gestört“.

Nun muss entschieden werden, was aus dem Stalker von Prinzessin Amalia wird. Die Staatsanwaltschaft fordert 10 Monate Gefängnis für Wouter G. und außerdem eine TBS-Behandlung wegen seiner psychischen Probleme.

Der Anwalt des Angeklagten forderte dagegen einen Freispruch, da ihm zufolge nicht nachgewiesen werden kann, dass die Instagram-Nachrichten tatsächlich von Amalia und ihrem Freund gelesen wurden. Das Gericht wird am 3. November entscheiden.