Prinzessin Margaret und Prinzessin Madeleine haben nicht nur eine traurige Gemeinsamkeit. ADELSWELT verrät, was die beiden Adligen verbindet.

Prinzessin Margaret
Prinzessin Margaret war die meiste Zeit ihres Lebens unglücklich. Ihren Kummer betäubte sie mit Drogen, Alkohol und Affären. © picture-alliance / United Archives/TopFoto | 91050/United_Archives/TopFoto

Madeleine und Margaret: Schwestern in Schatten der Krone

Sie sind sich nie begegnet und doch verbindet Prinzessin Margaret und Prinzessin Madeleine viel. Beide sind von königlicher Herkunft und wuchsen im Schatten einer Schwester auf, die dafür bestimmt war Königin zu werden. Ein Los, das vor allem Prinzessin Margaret schwer zusetzte. Denn immerzu wurde sie mit der scheinbar perfekten Elizabeth verglichen. „In unserer Kindheit machte man aus meiner Schwester die Gute. Da das langweilig war, versuchte die Presse, aus mir die Ausgeburt der Hölle zu machen“, klagte die Britin.

Beide hatten Probleme mit der Öffentlichkeit

Doch es gibt noch weitere Parallelen. Seit ihrer Geburt wurden Prinzessin Madeleine und Prinzessin Margaret von Kameras begleitet. Die große Aufmerksamkeit war beiden zuwider. Die Schwedin war schon als Kind sehr schüchtern und steht bis heute nicht gerne im Rampenlicht, wie sie sagt: „Ich bin ja mein ganzes Leben eine Prinzessin gewesen – natürlich denken da alle, dass ich mich doch daran gewöhnt haben muss: An die Auftritte vor Menschen, an die Kameras, an die Fragen. Aber so ist es nicht. Ich bin unglaublich schüchtern und ich mag es nicht, im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen.“

Und auch für die Schwester von Queen Elizabeth war das ständige Interesse eine Belastung. „Ich habe so viel Privatsphäre wie in einem Goldfischglas“, klagte die Königstochter einmal.

Prinzessin Madeleine
Prinzessin Madeleine hat dem Königshaus den Rücken zugekehrt. Vielleicht war das ihre Rettung. © picture alliance / IBL Schweden | Charles Hammarsten / IBL Bildbyrå

Beide Prinzessinnen musste ihre Verlobung lösen

Doch es gibt noch eine weitere Gemeinsamkeit von Prinzessin Madeleine und Prinzessin Margaret: Beide mussten ihre große Liebe gehen lassen. Am 11. August 2009 gab die Schwedin ihre Verlobung mit Jonas Bergström bekannt. Doch aus der Hochzeit wurde nichts. Der attraktive Rechtsanwalt betrog die Königstochter angeblich mit der Handballspielerin Tora Uppstrøm Berg. Die Trennung wurde zum Skandal. Um den Schlagzeilen zu entkommen, flüchtete sie nach New York, wo sie ihren späteren Ehemann Christopher O’Neill kennenlernte.

Prinzessin Margaret war in den 1950er Jahren unsterblich in Peter Townsend verliebt. Bald machten Verlobungsgerüchte die Runde. Kirche und Parlament waren jedoch gegen die Hochzeit mit dem geschiedenen Oberst. Mit tränenerstickter Stimme verkündete die Schwester von Queen Elizabeth schließlich die Trennung im Radio: „Ich möchte, dass bekannt wird, dass ich mich entschlossen habe, Captain Peter Townsend nicht zu heiraten. Mir war bewusst, dass es mir unter dem Vorbehalt meines Verzichts auf mein Erbrecht möglich gewesen wäre, eine standesamtliche Trauung einzugehen“, erklärte sie und fügte hinzu: „In Anbetracht der Lehre der Kirche, dass die christliche Ehe untrennbar ist und ich mich meiner Pflicht gegenüber dem Commonwealth bewusst bin, habe ich beschlossen, diese Überlegungen vor andere zu stellen.“

Madeleine fand ihr Glück, Margaret nicht

1960 heiratete Prinzessin Margaret den Fotografen Antony Armstrong-Jones, doch die Ehe zerbrach. Die Adlige flüchtete sich in Drogen und Alkohol. Sie starb schließlich nach mehreren Schlaganfällen.

Hätte sie ein glücklicheres Leben gehabt, wenn sie dem Königshaus den Rücken zugekehrt hätte? Prinzessin Madeleine hat das getan. Sie lebt seit 2018 mit ihrem Mann und den drei Kindern in Florida, fernab von Palast und Presse. Es scheint, als habe die Königstochter ihr Glück gefunden. Man kann nur hoffen, dass dies auch so bleibt, damit ihr eine weitere Gemeinsamkeit mit Prinzessin Margaret erspart bleibt …