Queen Elizabeth und Prinz Philip zählen zu den größten Liebespaaren der Gegenwart. Ihre Anfänge waren allerdings nicht einfach. Denn der Royal erwiderte ihre Gefühle nicht. 

Die junge Elizabeth und ihr Verlobter Prinz Philip
Elizabeth am Arm ihres Verlobten Prinz Philip Mounbatten vor dem Buckingham Palast in London anlässlich der Bekanntgabe ihrer Verlobung. © picture-alliance/ dpa | PA

Die junge Prinzessin verliebte sich Hals über Kopf

Es war Liebe auf den ersten Blick. Zumindest bei Prinzessin Elizabeth. 1939 traf die 13-Jährige den attraktiven Philip bei einem Besuch des Royal Naval College. Während ihre Eltern an einer offiziellen Feier teilnahmen, war der 18-Jährige für die Unterhaltung von Prinzessin Margaret und ihrer Schwester zuständig. „Lilibeth“ war sofort hin und weg. „Sie konnte die ganze Zeit ihre Augen nicht von ihm lassen“, erklärte ihr Kindermädchen Marion „Crawfie“ Crawford später.

Philip hatte zunächst keine romantischen Gefühle für seine Cousine zweites Grades. Schließlich war Elizabeth noch ein halbes Kind. Durch das gute Zureden seines Onkels Lord Mountbatten ließ er sich jedoch auf eine zwanglose Brieffreundschaft ein.

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Queen Elizabeth verzauberte Philip beim Theaterspielen

Die Jahre vergingen und Elizabeth bekam Philip nicht aus dem Kopf. Am 23. Dezember 1943 lud die 17-Jährige ihren Schwarm schließlich nach Schloss Windsor ein. Die jährliche Weihnachts-Aufführung stand auf dem Programm. Elizabeth und Margaret spielten „Aladins Wunderlampe“. Während die gleichnamige Hauptfigur drei Wünsche hatte, hatte Elizabeth nur einen: Endlich das Herz ihres Prinzen zu erobern.

Wochenlang hat die junge Prinzessin an ihrer Darbietung und den Kostümen gefeilt, um ihren Schwarm zu beeindrucken. „Ich hatte Lilibeth nie aufgeregter gesehen. Es umgab sie ein Zauber, den niemand von uns zuvor bemerkt hatte“, notierte ihre Gouvernante „Crawfie“.

Beide verbrachten herrliche Stunden miteinander. „Wenn sie zusammen sind, legt Elizabeth ihre Zurückhaltung ab, und der diskrete Charme der Siebzehnjährigen hinterlässt offenbar auch bei Philip Eindruck“, schreibt Paola Calvetti in ihrem neuen Buch „Die Queen“*. Als der 22-Jährige zurück an Bord musste, hatte er ein ledergerahmtes Foto von Elizabeth mit im Gepäck. Von da an wurde der Briefkontakt intensiver. Lilibeths großer Wunsch wurde wahr: Sie hatte Philips Herz erobert.

Prinz Philip als junger Offizier
Die spätere Queen Elizabeth war Feuer und Flamme für Prinz Philip von Griechenland und Dänemark. © picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Große Liebe mit Hindernissen

Am 11. August 1946 bat Prinz Philip die Thronfolgerin schließlich um ihre Hand. „Es war so wunderbar. Ich habe ihm die Arme um den Hals geschlungen und ihn geküsst, er hat mich angedrückt und hochgehoben“, verriet Lilibeth ihrem Kindermädchen Margaret „Bobo“ MacDonald. Die Prinzessin nahm den Heiratsantrag an, ohne ihren Vater um Erlaubnis zu bitten und verstieß damit gegen das Protokoll. Aber in diesem Moment regierte einfach nur Herz.

Elizabeth Bowes-Lyon und George VI. waren nicht begeistert von der Wahl ihrer Tochter. „Die Königin betrachtet den jungen Mann und seine ungeduldige Art mit einer Mischung aus Staunen und Tadel“, so Paola Calvetti. „Sie ist alles andere als begeistert von der Verbindung: der deutsche Akzent, und überhaupt – dieser Nachname!“ Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte eine deutschenfeindliche Stimmung, die der junge Royal zu spüren bekam.

Zudem war Prinz Philip pleite. Als Offizier verdiente er nur elf Pfund die Woche, auf seinem Konto hatte er nur 6,10 Pfund. Ohne die Hilfe seiner Mutter hätte er nicht einmal für den Verlobungsring aufkommen können. Der Kreis der Kritiker wuchs.

Doch junge Prinzessin tat etwas, was sie Zeit ihres Lebens nur selten machte: Sie setzte ihren Kopf durch. Die Hochzeit fand am 20. November 1947 statt. Am Ende behielt die Königin recht. Inzwischen sind der Prinzgemahl und Queen Elizabeth 73 Jahre verheiratet und zählen zu den größten Liebespaaren der Gegenwart. *Affiliate-Link zu Amazon, unbeauftragte Werbung