Traurige Nachrichten für Queen Elizabeth. Die Insel Barbados möchte die Königin als Staatsoberhaupt loswerden.

Queen Elizabeth verliert an Einfluss. Barbados sagt sich von der Königin los. © picture alliance / dpa | Kay Nietfeld

Barbados stößt Queen Elizabeth vom Thron

Bittere Neuigkeiten für Queen Elizabeth: Künftig wird sie nicht mehr das Staatsoberhaupt von Barbados sein. Die Karibikinsel soll demnächst eine Republik werden.

„Es ist an der Zeit, unsere koloniale Vergangenheit vollständig hinter uns zu lassen. Barbadier wollen ein barbadisches Staatsoberhaupt. Dies ist die ultimative Vertrauenserklärung, wer wir sind und was wir erreichen können“, verkündete Sandra Mason, Generalgouverneurin von Barbados. „Daher wird Barbados den nächsten logischen Schritt in Richtung voller Souveränität machen und eine Republik werden, wenn wir unseren 55. Jahrestag der Unabhängigkeit feiern.“

Bis zum November 2021 wird die Queen ihren Posten also wohl oder übel räumen müssen. Das Land erlangte 1966 seine Unabhängigkeit von Großbritannien, ist aber als Commonwealth Realm souveräner Mitgliedsstaat des Commonwealth of Nations und mit der britischen Krone in Personalunion verbunden.

Die Königin bleibt aber immerhin Staatsoberhaupt in sieben anderen karibischen Ländern, darunter Grenada und die Bahamas.

Verliert sie auch noch Australien?

Zuletzt hatte Mauritius 1992 das Commonwealth verlassen und sich damit gegen die Königin als Staatsoberhaupt entschieden. Und auch Australien und Kanada diskutieren immer wieder, ob die Monarchin ihr Amt räumen soll.

Eine YouGov-Umfrage, die im Juli in „Sunday Telegraph“ veröffentlicht wurde, ergab, dass sich 62 Prozent der Australier ein australisches Staatsoberhaupt wünschen. Damit zeigen mehr als die Hälfte der 4500 Befragten Queen Elizabeth die rote Karte. Offenbar hatten der Skandal um Prinz Andrew und der Megxit die Sympathiewerte stark beeinflusst.