Kronprinzessin Victoria muss sich schlimme Vorwürfe anhören. Weil sie die Mode eines befreundeten Textilunternehmers trägt, wird ihr unangemessenes Verhalten vorgeworfen.

Kronprinzessin Victoria hat in ihrem Kleiderschrank viele Designerstücke, aber auch Mode von H&M. Die schwedische Modekette gehört der Persson-Familie, die enge Kontakte zum schwedischen Königshaus hat.
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Ein neues Buch erhebt schwere Anschuldigungen gegen Kronprinzessin Victoria

Kronprinzessin Victoria weht in letzter Zeit ein rauer Wind entgegen. Zuerst hagelte es Kritik, weil die Thronfolgerin einen Welpen der Rasse Cavpoo aufgenommen hatte, nun stehen noch schlimmere Vorwürfe im Raum.

Dieses Mal geht es um die Verbindung von Kronprinzessin Victoria zum Moderiesen H&M. Wie viele Landsleute trägt auch die Königstochter immer wieder Kleidung des schwedischen Modeunternehmens. Viele finden das lobenswert. Dadurch unterstützt die 42-Jährige schließlich eine schwedische Firma und beweist Bodenständigkeit. Denn anstatt permanent teure Designerkleidung zu wählen, trägt die Thronerbin auch günstige Mode von der Stange.

Doch die Autoren des Buches „The Big Boss – Så tog Stefan Persson H&M ut i världen och blev Sveriges rikaste person”( „Der große Boss – So hat Stefan Persson mit H&M die Welt erobert und wurde Schwedens reichste Person“) sehen Victorias Kleiderwahl kritisch. Denn die schwedische Königsfamilie ist mit dem Persson-Clan befreundet. Wie Jonas Alsgren und Erik Palm behaupten, haben die Royals mehrfach das Anwesen von Stefan Persson besucht. Darüber hinaus soll Karl-Johan Perssons Sohn eng mit Kronprinzessin Victoria und ihrem Mann befreundet seinen. Prinz Daniel und er spielen angeblich öfter Golf zusammen.

Profitiert die Modekette H&M von der schwedischen Königsfamilie?

„Insgesamt hat die Familie Persson mindestens 33 Millionen schwedische Kronen (3,1 Millionen Euro) an die Stiftungen der Königsfamilie gespendet, entweder von Stefan Persson privat oder über die von ihnen kontrollierten Stiftungen und Unternehmen der Familie Persson“, schreiben die Autoren Jonas Alsgren und Erik Palm in ihrem Buch laut „Svensk Damtidning“.

Da stellt sich die Frage, ob Kronprinzessin Victoria dafür ihm Gegenzug die Mode von H&M getragen hat, um Werbung für das Unternehmen zu machen. Denn schließlich gilt die künftige Königin vor allem in Schweden als echte Stilikone. „Die enge Beziehung zwischen der Kronprinzessin und H & M in Form umfangreicher Spenden einerseits und der Bekanntmachung der Produkte von H & M andererseits ist eindeutig unangemessen. Die mangelnde Integrität der Kronprinzessin schadet dem Ruf des Königshauses“, findet Claes Sandgren, ehemaliger Professor für Rechtswissenschaften an der Universität Stockholm. Antikorruptionsprüferin Louise Brown spricht sogar von Wettbewerbsverzerrung, weil Victoria dem Unternehmen Vorteile bringen würde.

Margareta Thorgren, Informationschefin im schwedischen Königshaus, widersprach den Anschuldigungen. Zudem ist Kronprinzessin Victoria nicht die einzige Adlige, die Mode von befreundeten Designern trägt. Prinzessin Ekaterina von Hannover ließ ihr Brautkleid von ihrer guten Freundin Sandra Mansour entwerfen, Prinzessin Caroline von Monaco war mit Karl Lagerfeld befreundet und hat eine Schwäche für Chanel. Ihnen wurde jedoch niemals Wettbewerbsverzerrung vorgeworfen.

Quelle: Svensk Damtidning