Die dänische Königsfamilie wirkt oft, als könnte sie kein Wässerchen trüben. Ein Blick in die Vergangenheit beweist jedoch, dass es auch bei den dänischen Royals jede Menge Skandale gab.

 Kronprinz Frederik ist heute glücklich mit seiner Frau Kronprinzessin Mary verheiratet. Vorher ließ der Däne jedoch nichts anbrennen … © dpa
Kronprinz Frederik ist heute glücklich mit seiner Frau Kronprinzessin Mary verheiratet. Vorher war der Däne jedoch kein Kind von Traurigkeit … © dpa

Das wilde Liebesleben von Kronprinz Frederik

Ein Kind von Traurigkeit war Kronprinz Frederik nicht. Vor seiner Hochzeit mit Kronprinzessin Mary ließ es der Däne ordentlich krachen. Vor allem sein Liebesleben sorgte für jede Menge Schlagzeilen. Erst liebte er die verheiratete Marie-Louise Aamund und sorgte damit für jede Menge Schlagzeilen. Als sie mit Alkohol am Steuer erwischt wurde, trennte sich das Paar schließlich. Auch das Unterwäschemodel Katja Storkholm war den Dänen ein Dorn im Auge. Angeblich machte Kronprinz Frederik ihr sogar einen Heiratsantrag, zur Hochzeit kam es aber nie.

Dann hatte Kronprinz Frederik eine Beziehung mit der dänischen Popsängerin Maria Montell, doch auch diese Liebe zerbrach. Angeblich, weil keine der Damen standesgemäß war. Ein Jahr später lernte er seine Mary kennen und ließ sein wildes Leben hinter sich.

Sex-Skandal um Prinzessin Marie

Diese Neuigkeit sorgte 2007 für Freude: Prinz Joachim gab seine Verlobung mit der Französin Marie Cavallier bekannt. Doch kurze Zeit später zogen dunkle Wolken über ihrem Glück auf: Ein Ex-Freund der 31-Jährigen drohte damit, intimes Material zu veröffentlichen. Wie die Zeitung „Se og Hør“ damals berichtete, soll es sich um zahlreiche Nacktfotos und Aufnahmen von Sex-Spielen vor laufender Kamera gehandelt haben. Marie und der Schweizer waren als 17-Jährige für etwa ein Jahr ein Paar.

„Sie war eine Wildkatze. Ein richtiges Partybabe, ein Mädchen, das bei den wildesten Sachen dabei war. Sie tanzte die ganze Nacht hindurch, trank Alkohol und war bei allem dabei, was Spaß machte“, behauptete ihr Ex gegenüber der Zeitung. Die pikanten Aufnahmen wurden jedoch nie veröffentlicht und Marie konnte ihren Prinzen heiraten.

Prinz Henriks Wagen parkte vor einem Sex-Club

Anfang 2016 machte Prinz Henrik Schlagzeilen, als seine königliche Limousine vor dem Eingang eines Sex-Clubs im dänischen Aarhus parkte. Dumm nur, dass Passanten sein Kennzeichen „Krone 121“ erkannten. Fotos von der königlichen Luxuskarosse vor dem „G Club“ wurden schließlich von dem Magazin „Her & Nu“ veröffentlicht. Prinz Henrik leugnete später, in dem berüchtigten Etablissement gewesen zu sein. Der Mann von Königin Margrethe erklärte, dass er lediglich im nahe gelegenen Programmkino war. Ob das stimmt oder nicht – der Skandal in der dänischen Königsfamilie war perfekt.

Dänischer König starb angeblich im Freudenhaus

Wie unglücklich eine heiße Liebesnacht enden kann, zeigt sich wohl am Beispiel von König Frederik VIII. (*1843-†1912). Angeblich fand der Urgroßvater von Königin Margrethe sein Ende in einem Hamburger Bordell. Eine Prostituierte soll den Monarchen nach seinem Tod bis zum Gänsemarkt geschleppt haben, um einen Skandal zu vermeiden. Offiziell hieß es der damals 68-Jährige sei bei einem Abendspaziergang gestorben.

Doch ein Kommentar des ermittelnden Polizeiinspektors heizte die Gerüchteküche zusätzlich an. „Im Übrigen bin ich nicht in der Lage, weitere Aufklärungen zu geben, da die Polizei beschlossen hat, die Resultate der Ermittlungen, aus Furcht, die dänische Königsfamilie zu verletzen, nicht öffentlich zu machen“, erklärte er damals der Kopenhagener Zeitung „Politiken“. Bis heute ist nicht endgültig geklärt, wie König Frederik VIII. wirklich starb.

 Starb König Frederik VIII. wirklich in den Armen seiner Geliebten? Bis heute wurde nicht geklärt, wie der dänische Monarch sein Ende fand. © Gemeinfrei
Starb König Frederik VIII. wirklich in den Armen seiner Geliebten? Bis heute wurde nicht geklärt, wie der dänische Monarch sein Ende fand. © Gemeinfrei

Die berüchtigte Struensee-Affäre

Die wohl skandalöseste Liebesgeschichte in der dänischen Königsfamilie trug sich im 18. Jahrhundert zu. Gegen ihren Willen musste die 15-jährige Karoline Mathilde 1766 König Christian VII. heiraten. Der zwei Jahre ältere Monarch war geisteskrank und legte ein sonderbares Verhalten an den Tag. Schließlich verfiel die Engländerin in tiefe Melancholie. Erst der neue Hofarzt Johann Friedrich Struensee konnte ihr wieder ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Beide begannen 1770 eine Affäre.

Der leidenschaftliche Reformer eroberte nicht nur ihr Herz, sondern erlangte auch immer mehr Einfluss auf den König und die Staatsgeschäfte. Seine Macht rief jedoch auch Neider auf den Plan. Seine Feinde entlockten König Christian VII. schließlich Haftbefehle gegen Karoline Mathilde, Struensee sowie gegen dessen Vertrauten Graf Enevold Brandt.

In einem Scheidungsverfahren wurde schließlich das Fehlverhalten der Königin festgestellt. Sie wurde in ein Celler Schloss verbannt. Normalerweise hätte ihre Affäre sie den Kopf kosten müssen, doch ihr Bruder König Georg III. drohte Dänemark in dem Fall mit Krieg. Johann Friedrich Struensee hatte weniger Glück. Er und sein Vertrauter wurde 1772 zum Tode verurteilt. „Die Königin und der Leibarzt“ wurde 2012 mit Alicia Vikander in der Hauptrolle verfilmt.