Den Royals wird oft nachgesagt, nur nett zu lächeln und Hände zu schütteln. Doch gerade in der Coronakrise packt der Adel besonders mit an.

 Königin Willem-Alexander und seine Familie verbreiten in der Krise Optimismus, appellieren aber auch zur Vorsicht.  © picture alliance / Dutch Press Photo/Cover Images
Königin Willem-Alexander und seine Familie verbreiten in der Krise Optimismus, appellieren aber auch zur Vorsicht. © picture alliance / Dutch Press Photo/Cover Images

So helfen die Royals in der Krise

Das Coronavirus hält seit Wochen die Welt in Atmen. Verunsicherung und Angst sind überall zu spüren. Doch gerade in dieser Krise erweisen sich die Königsfamilien als große Stütze. In eindringlichen Ansprachen haben sich alle europäischen Monarchen an ihr Volk gewandt und zur Vorsicht und Solidarität aufgerufen. Die Royals nutzen zudem ihre Möglichkeiten, um zu helfen und Optimismus zu verbreiten.

Königin Maxima und ihre Familie applaudierten diese Woche all den fleißigen Helfern im Gesundheitssystem und bedankten sich für ihren Einsatz. Eine Anerkennung, die gerade in diesen Zeiten enorm wichtig ist. Im Hintergrund arbeiten König Willem-Alexander und seine Frau, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, zudem unermüdlich weiter.

Eine besondere Geste ließen sich auch die Kinder von Königin Mathilde und König Philippe einfallen. Prinzessin Elisabeth, Prinz Gabriel, Prinzessin Eléonore und Prinz Emmanuel verteilten selbst gemachte Waffeln an die Bewohner und Mitarbeiter von zwei Pflegeheimen. Außerdem telefonierten die Geschwister mit den Senioren, die aktuell keinen Besuch empfangen dürfen.

 Prinzessin Elisabeth und ihre Geschwister unterstützen einsame Senioren, die aktuell aus Vorsichtsmaßnahmen keinen Besuch empfangen dürfen.  © Belgian Royal Family
Prinzessin Elisabeth und ihre Geschwister unterstützen einsame Senioren, die aktuell aus Vorsichtsmaßnahmen keinen Besuch empfangen dürfen. © Belgian Royal Family

Und König Philippe machte das beinahe Unmögliche möglich: Durch private Kontakte nach China konnte er für Belgien 500.000 Atemschutzmasken und 30.000 Testkits ergattern. Die Belgier danken es ihm.

Britische Royals zeigen Solidarität

Herzogin Kate und Prinz William besuchten diese Woche eine Londoner Notfall-Callcenter, um dem Personal persönlich für seinen Einsatz in der Coronakrise zu danken. Die Mitarbeiter des „National Health Service“ werden aktuell besonders gefordert, weil sie viele besorgte Anrufe erhalten.

Selbst Prinz Harry und Herzogin Meghan meldeten sich zu Wort. Bei Instagram rief das Paar zur Solidarität auf: „Dies sind ungewisse Zeiten. Und jetzt brauchen wir uns mehr denn je. Wir brauchen einander für die Wahrheit, für die Unterstützung und um uns in einer Zeit, die sich ehrlich gesagt ziemlich beängstigend anfühlen kann, weniger allein zu fühlen (…).

Königin Margrethe spendet fünfstelligen Betrag

Königin Margrethe hilft nicht nur, die Moral hochzuhalten, sondern auch finanziell. Der Fonds von Königin Margrethe und Prinz Henrik sowie die Stiftung von Kronprinz Frederik und Kronprinzessin Mary spendeten rund 66.500 Euro bzw. 33.000 Euro, um das Rote Kreuz in Dänemark zu unterstützen. Eine tolle Geste, denn jeder Cent wird gebraucht.

Schwedische Königsfamilie sorgt mit Familienfoto für Freude

Auch im schwedischen Königshaus zeigt man Unterstützung. Vergangene Woche besuchten Kronprinzessin Victoria und Prinz Daniel die schwedische Agentur für Katastrophenschutz und Vorsorge (MSB) in Solna. Ziel des Besuchs war es, Informationen über die Arbeit der Behörde infolge der Verbreitung des neuen Coronavirus zu erhalten.

Künftige Termine wurden aus Vorsicht jedoch abgesagt. König Carl Gustaf und die Thronerbin absolvieren ihre Arbeit nun telefonisch. Auch ein neues Familienfoto von Kronprinzessin Victoria und ihren Lieben sorgte für gute Stimmung und ein wenig Ablenkung. Und das ist in diesen Zeiten fast genauso wichtig.