Sofia von Spanien zählt in ihrer Heimat zu den beliebtesten Royals. Mit einer Bemerkung sorgte sie jedoch einst für große Empörung.

Sofia von Spanien: Mit dieser Bemerkung sorgte sie für Empörung
Alt-Königin Sofia von Spanien sorgte einst für einen ordentlichen Skandal. © picture alliance / PPE | PPE

Sofia von Spanien: Ihr größter Skandal

Skandale überlässt sie lieber den anderen. Sofia von Spanien ist wirklich nicht dafür bekannt, sich öffentlich in die Nesseln zu setzen. Selbst die Verfehlungen ihres Mannes hielt sie aus, ohne zu klagen.

Doch auch auf ihrer weißen Weste gibt es einen Fleck. Denn auch die heute 82-Jährige sorgte einmal für einen Skandal. Dafür müssen wir ins Jahr 2008 zurückblicken. Damals erschien das Buch „Sofía, la reina de cerca“ („Die Königin aus nächster Nähe“) anlässlich des 70. Geburtstag der Königin. Autorin Pilar Urbano interviewte Sofia im Zuge dessen zu verschiedenen Themen. Als es um Homosexualität ging, wurde die Jubilarin deutlich.

Die damalige Königin brachte Homosexuelle gegen sich auf

Sofia beteuerte, nicht gegen Homosexuelle zu sein. Stolz sollte man auf seine sexuelle Orientierung jedoch auch nicht sein, erklärte die Spanierin. „Ich kann verstehen, akzeptieren und respektieren, dass es Menschen mit einer anderen sexuellen Tendenz gibt, die aber stolz darauf sind, schwul zu sein? Dass sie auf einen Wagen steigen und in Paraden zusammenkommen?“ hinterfragte die damalige Königin. „Wenn wir alle, die nicht schwul sind, zusammenkommen würden in einer Parade … Wir würden den Verkehr zusammenbrechen lassen.“

Auch die gleichgeschlechtliche Ehe sieht die Mutter von König Felipe kritisch. „Dies darf man nicht als Ehe bezeichnen“, sagte sie im Interview. Dafür gäbe es andere Bezeichnungen wie Partnerschaftsvertrag oder ähnliches.

Spanisches Königshaus ruderte zurück

Missbilligungen ließen nicht lange auf sich warten. Schwulen- und Lesbenorganisationen zeigten sich empört, auch aus der Politik hagelte es Kritik. Sofia von Spanien ruderte daraufhin ein wenig zurück. Das spanische Königshaus erklärte, die Königin sei „nicht ganz exakt“ zitiert worden. Autorin Pilar Urbano beteuerte jedoch, dass ihr Werk „gelesen und gebilligt“ worden sei.

Die 82-Jährige hat sich zu dem Thema nie wieder öffentlich geäußert. Ihrem Image hat der Skandal nicht nachhaltig geschadet. Bis heute zählt sie zu den beliebtesten Mitgliedern der spanischen Royals. Quellen: Vanitatis, FAZ