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Herzogin Meghan äußert sich zum Abtreibungsurteil

Herzogin Meghan äußert sich zu dem neuen Abtreibungsurteil der USA. Die 40-Jährige kritisiert die Entscheidung scharf und sieht Frauen in großer Gefahr.

Herzogin Meghan über Abtreibungsgesetz

Bereits 2018 äußerte sich Herzogin Meghan zum Thema Abtreibung. © picture alliance / Everett Collection | Kristin Callahan/Everett Collection

Herzogin Meghan kritisiert Urteil gegen Abtreibungen

Es ist eine historische Entscheidung mit Folgen. Der Oberste Gerichtshof der USA hat beschlossen, dass es kein landesweites Recht auf Abtreibungen mehr gibt. Die einzelnen Staaten können nun selbst entscheiden. Infolgedessen sind in einigen Bundesstaaten wie Louisiana, Arkansas und Kentucky bereits Abtreibungsverbote in Kraft getreten. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Schwangerschaft durch Inzest oder Vergewaltigung entstanden ist. Es wird erwartet, dass mehr als die Hälfte der Staaten Schwangerschaftsabbrüche verbieten oder einschränken werden.

Herzogin Meghan bezieht nun Stellung. Die Feministin sieht die Gefahren, die mit dem Verbot verbunden sind. „Frauen teilen bereits ihre Geschichten darüber, wie ihre körperliche Sicherheit in Gefahr gebracht wird“, sagte Meghan im Interview mit der Frauenrechtlerin Gloria Steinem für „Vogue“. „Frauen mit Ressourcen werden reisen, um eine Abtreibung zu bekommen, diejenigen ohne könnten versuchen, selbst eine unter enormen Risiko durchzuführen.“ Vor allem Women of Color seien benachteiligt, weil sie oft nicht den gleichen Zugang zur Gesundheitsversorgung hätten.

Alle Frauen sollten selbst über ihren Körper bestimmen dürfen

Herzogin Meghan findet zudem, dass das Abtreibungsverbot ein falsches Zeichen sendet. „Einige müssen Abtreibungspillen aus nicht regulierten Apotheken beziehen. Andere, die schwanger sind und sich in einem medizinischen Notfall befinden, werden Ärzten und Anwälten ausgeliefert sein, um festzustellen, ob ein Eingriff, der notwendig ist, um ihr Leben zu retten, überhaupt durchgeführt werden kann. Was sagt das den Frauen? Es sagt uns, dass unsere physische Sicherheit keine Rolle spielt und dass wir folglich keine Rolle spielen“, erklärt die 40-Jährige. „Hier geht es um die körperliche Sicherheit von Frauen. Es geht auch um wirtschaftliche Gerechtigkeit, individuelle Autonomie und darum, wer wir als Gesellschaft sind. Niemand sollte gezwungen werden, eine Entscheidung zu treffen, die er nicht treffen möchte oder die unsicher ist oder sein eigenes Leben aufs Spiel setzt.“

Auch Prinz Harry hat die Entscheidung des Obersten Gerichtshof nicht unberührt gelassen. „Mein Mann und ich haben in den letzten Tagen viel darüber gesprochen. Er ist auch Feminist“, betonte Herzogin Meghan. Trotz der Entscheidung möchte die zweifache Mutter nicht aufgeben. „Ich weiß, dass so viele Frauen im Moment verzweifelt sind. Aber auch hier müssen wir uns zusammenschließen und dürfen uns nicht hängen lassen. Wir müssen uns an die Arbeit machen.“

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