Königin Margrethe: Als Mutter war sie schrecklich

Königin Margrethe geht hart mit sich ins Gericht. Sie gibt offen zu, dass sie keine gute Mutter war.

Königin Margrethe: Als Mutter war sie schrecklich
Margrethe von Dänemark war eine ehrgeizige und pflichtbewusste Königin. Ihre Kinder mussten deswegen zurückstecken. © picture alliance / Roni Rekomaa/Lehtikuva/dpa | Roni Rekomaa

Königin Margrethe „war nicht die beste Mutter“

Margrethe von Dänemark blickt auf ein erfülltes Leben zurück. Als Königin hat sie die Monarchie durch so manchen Sturm geführt und Krisen getrotzt. Nicht umsonst genießt sie heute ein großes Ansehen in ihrer Heimat. Und dennoch gibt es etwas, dass die 81-Jährige bereut. Für ihre Söhne Kronprinz Frederik und Prinz Joachim war sie nicht die beste Mutter.

„Ich bin Königin geworden, als sie noch nicht sehr alt waren, und ich habe nicht so viel Zeit mit meinen Kindern gehabt oder mir so viel Zeit mit meinen Kindern genommen, wie man könnte – wie sie es sich gewünscht hätten“, sagte Königin Margrethe in der Dokumentation „Et liv som dronning“ (Dt.: „Ein Leben als Königin“). „Abends las ich ihnen vor. Dann konnten wir zusammen sein, aber ich war garantiert nicht die beste Mutter der Welt. Dessen bin ich mir bewusst.“

Dänische Königin konnte mit kleinen Kindern nichts anfangen

Es ist nicht das erste Mal, dass Königin Margrethe ihre Mutterqualitäten kritisch betrachtet. „Ich muss zugeben, dass mir kleine Kinder nicht so viel sagen. Ich finde es interessanter, wenn man sich mit ihnen vernünftig unterhalten kann“, sagte die Dänin einmal. Und ein anderes Mal erklärte sie: „Die Jungen bedeuten mir unendlich viel, und das wissen sie auch. Auf der anderen Seite bin ich nicht der Typ, der die Kinder die ganze Zeit nah bei sich haben will.“

Kronprinz Frederik litt unter seiner Kindheit

Vor allem bei ihrem ältesten Sohn hat das Spuren hinterlassen. Kronprinz Frederik litt sehr unter der Abwesenheit der Mutter und der Strenge des Vaters. „Meine Mutter hat meine Erziehung Kindermädchen überlassen. Ich hatte mit meinen Eltern eigentlich nicht viel zu tun, bis ich 21 war. Als ich klein war, wurde ich ihnen vorgeführt, und zwar gewaschen, ehe man mich ins Bett legte“, klagte der Thronfolger einmal gegenüber dem Magazin „Parade“.

Und über seinen Vater Prinz Henrik sagte er 1992 bei der Silberhochzeit seiner Eltern: „Papa, es wird gesagt, dass man den züchtigt, den man liebt. Wir haben nie an deiner Liebe gezweifelt! Manchmal war sie etwas überwältigend.“

Als Kronprinz Frederik selbst Vater wurde, hatte er sich vorgenommen alles anders zu machen. Und das ist ihm gelungen. Der Thronfolger nimmt sich viel Zeit für seine vier Kinder und hat eine gute Beziehung zu Prinz Christian, Prinzessin Isabella, Prinz Vincent und Prinzessin Josephine.

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