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Prinz William: Späte Entschuldigung nach dem Skandal

Prinz William hat eine späte Entschuldigung erhalten. 26 Jahre nach dem BBC-Interview von Prinzessin Diana bittet der ehemalige Sender-Chef um Verzeihung.

Prinz William: Späte Entschuldigung nach dem Skandal

Nach der Untersuchung prangerte Prinz William das Verhalten der BBC an. © picture alliance / empics | Chris Jackson

Ex-BBC-Chef bittet Prinz William um Verzeihung

Ob diese Entschuldigung wirklich Wunden heilen kann? Der ehemalige BBC-Chef Tony Hall hat Prinz William nun offiziell um Verzeihung gebeten. Grund dafür ist das Skandal-Interview von Prinzessin Diana mit dem Reporter Martin Bashir. Eine Untersuchung hatte ergeben, dass die Ex-Frau von Prinz Charles manipuliert wurde. Gefälschte Dokumente ließen Prinzessin Diana glauben, dass sie vom Hof bespitzelt wurde.
„Ich habe enormen Respekt vor dem Prinzen. Ich habe in der Vergangenheit mehrmals mit ihm zusammengearbeitet und es tut mir schrecklich leid, dass ihm das wehgetan hat. Das wollte ich klarstellen“, entschuldigte sich Lord Tony Hall nun laut „ITV“. Er leitete 1996 die interne Untersuchung des Interviews. „Wir haben damals getan, was wir für richtig hielten“, verteidigte sich der frühere TV-Boss vor einem Ausschuss (Digital, Culture, Media and Sport Select Committee). Persönlich gesprochen hat er noch nicht mit Prinz William, habe dies jedoch vor.

Prinzessin Diana wurde Opfer von Betrug

Prinz William verurteilt das manipulierte Interview aufs Schärfste. „In meinen Augen war es die betrügerische Art und Weise, wie das Interview entstanden ist, die beeinflusste, was meine Mutter sagte. Das Interview trug maßgeblich dazu bei, die Beziehung meiner Eltern zu verschlechtern und hat damals unzählige andere verletzt“, kritisierte Prinz William in einer Videobotschaft. „Es erfüllt mich mit unbeschreiblicher Trauer, zu wissen, dass das Versagen der BBC erheblich zu ihrer Angst, Paranoia und Isolation beigetragen hat, an die ich mich aus den letzten Jahren mit ihr erinnere. Aber was mich am traurigsten macht, ist, dass meine Mutter gewusst hätte, dass sie getäuscht wurde, wenn die BBC die Beschwerden und Bedenken, die bereits 1995 geäußert wurden, richtig ernst genommen und nachverfolgt hätte.“

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