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Prinzessin Märtha Louise: „Ich war seit meiner Geburt ein Problem“

Prinzessin Märtha Louise sagt nun in einem Interview: „Ich war seit meiner Geburt ein Problem für meine Familie“. Schließlich war sie kein Junge. Dennoch hatte sie als junges Mädchen plötzlich die Chance auf den Thron.

Prinzessin Märtha Louise

Prinzessin Märtha Louise ist das erstgeborene Kind von König Harald und Königin Sonja. Bei ihrer Geburt herrschte jedoch die männliche Thronfolge. © picture alliance / IBL Schweden | Karin Törnblom / IBL Bildbyrå

Prinzessin Märtha Louise war „nur“ ein Mädchen

Prinzessin Märtha Louise war ein absolutes Wunschkind. Nachdem Königin Sonja 1970 eine Fehlgeburt hatte, war sie überglücklich ein Jahr später ein gesundes Baby in den Armen halten zu können.

Doch nicht jeder war über die Geburt so erfreut. Denn Prinzessin Märtha Louise hatte das „falsche“ Geschlecht. Für die norwegische Thronfolge war sie deswegen unbrauchbar. „Das Erste, was passierte, als ich geboren wurde, war im Grunde ,Oh mein Gott, es ist ein Mädchen. Was machen wir?’ Ich war von Anfang an ein Problem, von dem ich nichts wusste“, offenbarte die 49-Jährige im Gespräch mit „Insider.com“.

Königin Sonja und König Harald ließen dies ihre Tochter jedoch nie spüren. „Meine Eltern wollten immer ein Mädchen, deshalb hatte ich nie das Gefühl, untergraben zu werden, weil ich ein Mädchen in meiner Familie bin“, erklärte die Norwegerin.

Sie hätte Königin von Norwegen werden können

Zwei Jahre später erblickte dann auch noch der sehnlichst erhoffte Thronfolger das Licht der Welt. Ganz Norwegen war über die Geburt von Kronprinz Haakon erleichtert. Dass er der Thronfolger bleibt, war jedoch nicht immer sicher.

Prinzessin Märtha Louise enthüllt nun Unglaubliches. Demnach habe man sie als Jugendliche gefragt, ob sie ihrem Vater auf den Thron folgen möchte. Dann wäre nicht ihr Bruder, sondern sie die nächste Königin von Norwegen geworden.

Märtha Louise lehnte den Thron ab

Prinzessin Märtha Louise lehnte den Vorschlag aber dankend ab. Obwohl sie die Erstgeborene ist, war sie nie darauf aus, das Zepter zu übernehmen. „Ich war total glücklich, als ich aufgewachsen bin, ich war überhaupt nicht eifersüchtig“, erinnerte sich die Norwegerin. „Als ich 15 war, war der damalige Premierminister eine Frau. Ich erinnere mich, dass sie mit Opa [König Olav V.] zu uns nach Hause kam und wir eine hatten Diskussion darüber, ob wir das ganze System ändern sollten und ich Königin sein sollte.“

„Sie sagten: ,Was willst du, Märtha?’ Und ich sage: ,Ich bin 15, ich weiß nichts über diese Dinge’“, fügte sie hinzu. Weil sich die Jugendliche nicht bereit dafür fühlte, so eine große Entscheidung zu fällen, wurde schließlich beschlossen, dass Haakon seinen Platz in der Thronfolge behält.

Prinzessin Märtha Louise hat ihre Absage nie bereut: „Es ist viel Druck und es ist wirklich ein Leben, das man wählen muss und sich zu 100 Prozent engagieren muss. Ich bin also sehr froh, dass mein Bruder an der Reihe ist und einen tollen Job macht. Er konzentriert sich auf alles die richtigen Dinge.“

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