Harry und Meghan haben mit ihrem Oprah-Winfrey weltweit für Entsetzen gesorgt. Nun nimmt der Palast Stellung zu den Vorwürfen. Was wirklich hinter diesen Worten steckt.

Rassismus, Suizidgedanken und Mobbing – Harry und Meghan ließen kein gutes Haar am Königshaus. © picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Joe Pugliese

Palast gibt offizielle Pressmitteilung heraus

Es war nur eine Frage der Zeit. Nach dem Enthüllungs-Interview von Herzogin Meghan und Prinz Harry musste der Palast reagieren. Gerade die Rassismus-Vorwürfe konnten die Windsors so nicht zu stehen lassen. Denn schließlich ist Queen Elizabeth das Oberhaupt des Commonwealth. Sie repräsentiert Menschen ganz unterschiedlicher Hautfarben und Nationen. Offiziell legt man im Königshaus Wert auf Diversität. Daher war die Entrüstung der Menschen umso größer, als Herzogin Meghan enthüllte, dass die Hautfarbe von Archie vor seiner Geburt diskutiert wurde.

„Die ganze Familie ist traurig, im vollen Maße zu hören, wie herausfordernd die letzten Jahre für Harry und Meghan waren“, heißt es in dem offiziellen Statement. „Die (geschilderten, Anm. d. Red.) Probleme, besonders die der Hautfarbe, sind beunruhigend. Während einige Erinnerungen möglicherweise variieren können, werden sie sehr ernst genommen und von der Familie privat angesprochen. Harry, Meghan und Archie werden immer geliebte Mitglieder der Familie sein.“

Das steckt hinter dem Statement

Doch was steckt hinter dem Statement? Auffällig ist: Die Titel der beiden Royals werden weggelassen. Deutet das etwa daraufhin, dass Harry und Meghan bald kein Prinz und keine Herzogin mehr sein werden? Oder sollte das Statement besonders persönlich wirken? Darüber lässt sich aktuell nur spekulieren.

Zum anderen deutet der Palast an, dass Herzogin Meghan und Prinz Harry die Tatsachen möglicherweise nicht so wiedergegeben haben, wie sie der Wahrheit entsprechen. Dies wird durch die Passage „Erinnerungen variieren“ deutlich. Zudem lässt man es so aussehen, als hätte man zum ersten Mal von den Problemen der Sussexes gehört. Dabei haben Prinz Harry und Herzogin Meghan laut eigener Aussage mehrmals um Hilfe gebeten.

Die Passage „Die Probleme werden privat angesprochen“ heißt übersetzt: Es ist kein Thema für die Öffentlichkeit und es wird keine weiteren Kommentare geben. Offenbar möchte man die Vorwürfe schnell abhaken.

Außerdem betont das Königshaus wiederholt, dass Harry, Meghan und Archie geliebte Familienmitglieder sind. Dies lässt sich wie ein Versöhnungsangebot deuten. Allerdings dient es wohl eher der Schadensbegrenzung. Es suggeriert, dass man vonseiten der Königsfamilie keinen Streit möchte. Denn ein Familienkrach ist schlecht fürs Image. Nach den schweren Anschuldigungen von Herzogin Meghan und Prinz Harry scheint eine Versöhnung derzeit jedoch in weiter Ferne zu liegen.