Auch Royals müssen in Liebesdingen so manche Hürde meistern. Bei diesen royalen Paaren war die Lage sogar so ernst, dass sie sogar vorübergehend getrennt waren.

 Am Ende bekam „Waitie Katie“, wie die Presse sie spöttisch taufte, doch noch ihren Heiratsantrag. ©imago
Am Ende bekam „Waitie Katie“, wie die Presse sie spöttisch taufte, doch noch ihren Heiratsantrag. ©imago

Kate und William: Der öffentliche Druck wurde zu stark

Seit 2011 sind Kate und William schon glücklich verheiratet und Eltern von drei Kindern. Für viele gelten sie als das absolute Traumpaar. Es ist kaum vorzustellen, dass die Liebe der ehemaligen Kommilitonen schon einmal vor dem Aus stand. Aber auch Herzogin Kate und Prinz William zählen zu den royalen Paaren, die schon einmal getrennt waren. Der öffentliche Druck forderte seinen Tribut. Im April 2007 trennten sich Kate Middleton und ihr Prinz nach vier Jahren Beziehung.

 „Wir haben uns kurz getrennt. Wir waren sehr jung“, erklärte William Jahre später einmal in einem Interview.  Am Ende war die Liebe aber doch stärker und das Pärchen fand wieder zusammen.

Mette-Marit und Haakon machten eine Pause

Am 25. August 2001 besiegelten Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon ihre Liebe und traten vor den Traualtar. Doch fast wäre es nie dazu gekommen. Denn zwischendurch stand ihre Beziehung auf der Kippe. Denn auch auf Mette-Marit lastete der Druck schwer. Als alleinerziehende Mutter mit Drogenvergangenheit war einigen Norwegern ein Dorn im Auge. Doch die vorübergehende Trennung machte alles noch schlimmer.

„Wir hatten beschlossen, eine Pause einzulegen. Weil es zu schwierig wurde. Ich ging im Regen durch die Straßen von Oslo und weinte und weinte“, erinnerte sich die Norwegerin im Interview mit „Norwegian TV2“ anlässlich ihres zweiten Hochzeitstages. Kurz bevor Kronprinz Haakon zu einer Auslandsreise nach New York aufbrach, schmuggelte die Blondine einen persönlichen Brief in sein Gepäck. Was Mette-Marit ihrer großen Liebe schrieb, ist ein Geheimnis. Doch ihre Zeilen verfehlten ihre Wirkung nicht – kurze Zeit später fanden die beiden Royals wieder zusammen.

Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon machten eine ernste Krise durch.
© picture alliance/RoyalPress Europe

Carl Philip und Sofia: Ihre Liebe hing am seidenen Faden

Auch die Liebe von Prinz Carl Philip und Prinzessin Sofia stand schon öfter auf der Kippe. Das hat der schwedische Prinz bei seiner Hochzeitsrede selbst verraten: „Jedes Mal, wenn wir versuchten, uns zu trennen, brachte uns die Liebe wieder zusammen. Jedes Mal, wenn wir versuchten, auseinander zu gehen, zerbrach mein Herz. Und endlich, ja, endlich, Sofia, entschieden wir uns für das Richtige.“

Wieso sich das schwedische Traumpaar trennen wollte, hat der Königssohn nicht verraten. Johan T Lindwall, Chefredakteur vom schwedischen Magazin „Svensk Damtidning“ hat jedoch eine Ahnung. „Die Tatsache, dass Sofia von der Familie immer noch nicht vollständig akzeptiert wurde, wurde schließlich zur Belastung“, schrieb er in seinem Buch „Carl Philip: prinsen som inte fick bli kung“. „Es verursachte Angst in ihrer Beziehung und auch mehrere Streitereien. Manchmal war es so schlimm, dass sie kürzere Pausen in der Beziehung einlegten.“

Inzwischen ist das ohnehin unwichtig. Die zwei Turteltauben sind seit 2015 verheiratet und Eltern von zwei Söhnen. Dieses Liebescomeback hat sich auf jeden Fall gelohnt.

 Am Ende hat die Liebe von Sofia und Carl Philip gesiegt Foto: Kungahuset, Mattias Edwall
Am Ende hat die Liebe von Sofia und Carl Philip gesiegt Foto: Kungahuset, Mattias Edwall

Joachim und Marie: Sie wollte ihre Freiheit nicht opfern

Es war kein einfacher Start für Marie Cavallier und Prinz Joachim von Dänemark. Der Sohn von Königin Margrethe war gerade erst wenige Monate von seiner Frau Alexandra geschieden, als er 2005 eine neue Beziehung mit der Französin einging. Ein Jahr später gingen sie dann auch schon wieder getrennte Wege.

Die ehrgeizige Marie hatte einfach keine Lust ihre Freiheit gegen das Palastleben einzutauschen. „In meinem Herzen gab es keinen Zweifel, dass ich ihn liebte, aber ich hatte mein Leben”, erklärte die ehemalige Vorstandssekretärin Jahre später. „Ich war einfach nicht bereit zu heiraten, und die Verantwortung zu übernehmen, ein Teil der königlichen Familie zu sein.”

Lange hielten es Marie und Joachim aber nicht ohne einander aus. Wenige Monate später fanden sie wieder zueinander und sind bis heute glücklich.

 Prinzessin Marie und Prinz Joachim bekamen gemeinsam die Kinder Athena und Henrik. ©imago/PPE
Prinzessin Marie und Prinz Joachim bekamen gemeinsam die Kinder Athena und Henrik. ©imago/PPE

Harald und Sonja: Ein Eheberater rettete ihre Liebe

Um ihr Glück mussten Harald und Sonja von Anfang an kämpfen. Denn der damalige König Olav lehnte ihre Hochzeit strikt ab. Die bürgerliche Kaufmannstochter war ihm nicht gut genug. Neun Jahre mussten die zwei Verliebten ihre Beziehung geheim halten. Erst als Harald androhte ledig zu bleiben, lenkte der konservative Olav ein.

Doch es war nicht die einzige Belastung, die das Paar überstehen musste. Mehrere Fehlgeburten müssen Königin Sonja und König Harald verkraften. Sie lebten sich auseinander, feierten nicht einmal ihre Geburtstage mehr miteinander. Anfang der 80er Jahre war ihre Ehe kurz vor dem Aus. Erst eine Eheberatung soll den beiden geholfen haben.

„Wir wirken harmonisch, aber auch bei uns verläuft nicht automatisch alles gut. Selbst in einer Ehe, die auf gegenseitiger Liebe aufbaut, kann es passieren, dass sich Ehepartner gegenseitig verletzen. Man muss verzeihen können. Die Ehe und die Familie waren es mir wert, darum zu kämpfen“, erklärte Harald einmal. Und es hat sich gelohnt: Das Königspaar ist inzwischen schon über 50 Jahre verheiratet.

 König Harald und Königin Sonja meisterten ihre Probleme dank eines Eheberaters. ©: Kongehuset
König Harald und Königin Sonja meisterten ihre Probleme dank eines Eheberaters. ©: Kongehuset

Auch wenn diese Liebespaare so einige Hürden meistern mussten, sind sie doch der beste Beweis dafür, dass man niemals aufgeben sollte.