Royals: Britische Royals: News aus dem Königshaus > Prinz Harry nach Skandal-Buch: „Ich habe ein reines Gewissen“
Prinz Harry hat der Zeitung „The Guardian“ ein spektakuläres Interview gegeben, in dem er offen über sein Buch „Spare“ sprach – Reue zeigt er dabei keine.
Prinz Harry spricht über sein Buch, sein Leben und falsche Darstellung in der Presse
Mit seinen Enthüllungen hat Prinz Harry für ein Beben im Palast gesorgt. In seinem 2023 erschienenen Buch „Spare“ rechnete der Royal schonungslos mit der Monarchie ab. Vor allem Prinz William und Königin Camilla kamen nicht besonders gut weg.
Doch wie denkt Prinz Harry zwei Jahre später über sein Buch? Ein Journalist der Zeitung „The Guardian“ begleitete den 41-Jährigen bei seinem Besuch in Kiew. Dort zeigte er Unterstützung für verwundete Soldaten und sprach ihnen Mut zu. Die Menschen vor Ort spürten, dass seine Anteilnahme echt ist. Der Brite setzt sich mit seiner Initiative „Invictus Games“ schon seit Jahren für kriegsversehrte Soldaten ein. Am Rande sprach Prinz Harry auch über sein aktuelles Leben.
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„Mein Gewissen ist rein“ – sagt der Royal
Bereut der Royal seine Enthüllungen? „Das Buch? Es war eine Reihe von Korrekturen an bereits kursierenden Geschichten. Ein Standpunkt war bereits vertreten worden und musste korrigiert werden“, erklärt Harry. „Ich glaube nicht, dass ich meine schmutzige Wäsche öffentlich ausgebreitet habe. Es war eine schwierige Botschaft, aber ich habe sie bestmöglich übermittelt. Mein Gewissen ist rein.“
„Mein Gewissen ist rein“ – ein Satz von erstaunlicher Wucht – gerade weil er zuvor immer wieder seinen Wunsch nach Versöhnung mit der Königsfamilie betont hatte. Doch kann wahre Aussöhnung gelingen, wenn eine Seite so fest in ihrer eigenen Wahrheit verharrt?
„Im Leben kann es keine Versöhnung geben, bevor man die Wahrheit hat“, betont Prinz Harry im Interview. Er scheint sich also nach wie vor im Recht zu fühlen und kein Verschulden seinerseits zu sehen. Gleichzeitig sagt Harry, dass der Fokus im kommenden Jahr auf seinem Vater, König Charles, liegen müsse. Wie er das meint? Die Antwort bleibt Harry schuldig.
„Ich bin sehr glücklich mit mir selbst“
Im Gespräch betont Prinz Harry laut „The Guardian“ auch, dass er „nicht der unglückliche Mann sei, als der ihn manche in der Presse gerne darstellen wollten“. „Nur in bestimmten Teilen der Presse wird darüber gesprochen, dass ich niedergeschlagen bin oder nicht lächle. Das kommt von Leuten, die glauben zu wissen, was ich denke und wie ich mich fühle. Sie liegen falsch“, so der zweifache Vater. „Ich glaube, Teile der britischen Presse wollen glauben, dass ich unglücklich bin, aber das bin ich nicht. Ich bin sehr glücklich mit mir selbst und ich mag mein Leben.“
Gleichzeitig erzählt er, dass er gerne boxt, um seinen Frust abzubauen und „wie verrückt auf einen Sandsack einschlägt“, um abzuschalten. „Ich musste in den letzten vier Jahren sicherlich einige sehr belastende Ereignisse bewältigen. Die Ungewissheit und der Stress des Rechtsstreits und das Herausfinden bestimmter Dinge haben wirklich, wirklich wehgetan.“ Welche Dinge der Brite meint, verrät er nicht.
Prinz Harry sieht die Presse als Gegner
Seine tiefe Abneigung gegen die Presse ist aber nach wie vor zu spüren. Die jahrelangen Rechtsstreitigkeiten haben ihm zugesetzt. Trotz der negativen Berichterstattung fühlt er weiter die Zuneigung der Bevölkerung. „Ich spüre große Unterstützung von der britischen Öffentlichkeit. Selbst jetzt, wo ich das Gefühl habe, von bestimmten Mitgliedern der britischen Presse zerstört worden zu sein“, so Harry.
„Es nützt ihnen, zu glauben, dass die britische Öffentlichkeit dasselbe über mich denkt wie sie. Aber ich fühle und sehe das nicht. Seit jeher versuchen bestimmte Teile der britischen Presse, im Namen der Nation zu sprechen. Ich glaube, sie haben in vielen Dingen den Bezug zur Nation verloren.“