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Prinzessin Aiko: Warum sie doch Kaiserin werden könnte

Prinzessin Aiko könnte doch noch Kaiserin werden. Zwar wird sie aktuell in der japanischen Thronfolge nicht berücksichtigt, doch das könnte sich ändern.

Prinzessin Aiko

Würde es nach dem Recht des Erstgeborenen gehen, würde Prinzessin Aiko eines Tages Kaisern werden. Doch als Frau wird sie von der Thronfolge ausgeschlossen. © picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Pool for Yomiuri

Mehrheit kann sich Prinzessin Aiko als Kaiserin vorstellen

Der Thron ist zum Greifen nah. Prinzessin Aiko könnte vielleicht doch noch eines Tages Kaiserin werden. Bisher wurde die Tochter von Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako von der Thronfolge ausgeschlossen. Als Frau hat sie im japanischen Kaiserhaus keinen Anspruch auf die Krone. Doch die Monarchie hat ein Problem: Es gibt zu wenig männlichen Nachwuchs. Nach Kaiser Naruhito würde der Thron zunächst an seinen jüngeren Bruder fallen, weil er selbst keinen Sohn hat. Kronprinz Fumihito hat einen männlichen Erbe. Sollte Prinz Hisahito allerdings keinen männlichen Nachwuchs bekommen, steht die älteste Monarchie der Welt vor dem Aus.

Deswegen überlegt man in Japan schon lange, das Thronfolgegesetz zu ändern. Laut einer aktuellen Umfrage von „Kyodo News“ würden 80 Prozent eine regierende Kaiserin als auch einen Kaiser akzeptieren. Prinzessin Aiko hat also die Rückendeckung vom Volk. 67 Prozent sind zudem dagegen, die Kaiserfamilie zu erweitern und auch Nebenlinien zuzulassen.

Gremium soll im Herbst entscheiden

Ebenfalls problematisch ist, dass weibliche Mitglieder der Familie das Kaiserhaus verlassen müssen, falls sie einen Bürgerlichen heiraten. Deswegen wird darüber diskutiert, ob deren männliche Nachkommen nicht doch für die Thronfolge akzeptiert werden. Sollte Prinzessin Mako also bald ihren bürgerlichen Verlobten Kei Komuro heiraten, könnte ein Sohn aus der Verbindung trotzdem für den Thron relevant sein. 43 Prozent der Befragten waren dafür, immerhin 37 Prozent befürworteten den Vorschlag.

Allerdings stößt die Idee bei Politikern und Konservativen nicht auf Begeisterung. Premierminister Yoshihide Suga sprach sich bereits dagegen aus. Bis Herbst 2021 will ein Gremium darüber entscheiden, wie es mit dem japanischen Kaiserhaus weitergeht. Frühestens dann erfährt Prinzessin Aiko, ob sie sich noch Hoffnungen auf den Thron machen kann.

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