Herzogin Kate ist keine Prinzessin. Warum sie diesen Titel nicht trägt und wie sie ihn doch noch bekommen könnte.

Herzogin Kate Titel Prinzessin
Herzogin Kate stammt aus der bürgerlichen Familie Middleton. Ihren Titel bekam sie erst nach der Hochzeit. © picture alliance / empics | Chris Jackson

Warum ist Herzogin Kate keine Prinzessin?

Sie ist eines der beliebtesten Mitglieder der britischen Königsfamilie: Herzogin Kate. Seit ihrer Hochzeit mit Prinz William im Jahr 2011 gehört sie zudem zu den bekanntesten Royals der Welt. Doch warum ist sie eigentlich keine Prinzessin?

Schließlich ist sie doch mit einem künftigen König verheiratet. Und schaut man in die anderen Königshäuser, ist man mit der Titel-Vergabe nicht so knauserig. Prinzessin Laurentien der Niederlande, Prinzessin Claire von Belgien, Prinzessin Sofia von Schweden oder auch Kronprinzessin Mary von Dänemark wurde nach dem Jawort allesamt zu Prinzessinnen. Warum Kate also nicht?

Das Gesetz regelt die Titelvergabe

Um zu verstehen, warum Herzogin Kate keine Prinzessin wurde, ist ein Blick in die britische Geschichte nötig. 1917 erließ König George V. einen Erlass, der die Vergabe von Prinzen- und Prinzessinnentitel neu regelte. Seitdem haben nur zwei Personengruppen Anspruch auf diesen Titel: 1. Die Kinder von einem amtierenden oder ehemaligen Monarchen und 2. Kinder aus der männlichen Linie von amtierenden Monarchen. Deswegen haben die Sprösslinge von Prinzessin Anne keinen Anspruch.

2012 erweiterte Queen Elizabeth das Gesetz. Seitdem dürfen sich auch die Kinder des ältesten Sohnes des Prinzen von Wales mit einem Prinzen bzw. Prinzessinnentitel schmücken. Schließlich wird der älteste Sohn, in diesem Fall Prinz William, auch einmal König. Da liegt es nahe, dass auch seine Kinder Prinzen und Prinzessinnen werden.

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Sie könnte sich Prinzessin William nennen

Herzogin Kate hätte jedoch die Möglichkeit, sich mit „Prinzessin William“ anreden zu lassen. Dadurch wäre klar, dass sie die Frau eines Prinzen ist. So handhabt es auch die Ehefrau von Prince Michael of Kent. Die in Tschechien geborene Marie Christine von Reibnitz lässt sich öffentlich mit Princess Michael of Kent ansprechen.

Die in Tschechien geborene Marie Christine von Reibnitz  schmückt sich mit dem Titel ihres Mannes und nennt sich deswegen Princess Michael of Kent. ©picture alliance / dpa | Albert Nieboer

Und auch Diana, obwohl von blauem Blut, war genau genommen nicht Prinzessin Diana. Denn sie wurde nicht in das britische Königshaus hineingeboren. Erst nach ihrer Hochzeit wurde sie die Prinzessin von Wales, nicht aber Prinzessin Diana. Und so wird auch Kate, nachdem William zum Prinzen von Wales ernannt wird, zur Prinzessin von Wales. Im Volksmund würde sie vermutlich aber trotzdem Prinzessin Kate oder Prinzessin Catherine genannt werden – auch wenn das nicht ganz korrekt ist.

Quellen: Royal Central, Vogue