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Diese Royals haben ihr Heimatland verlassen

Der Umzug von Prinz Harry und seiner Familie in die USA hat hohe Wellen geschlagen. Dabei ist der Brite nicht der einzige Royal, der sein Heimatland verlassen hat. ADELSWELT stellt euch weitere royale Auswanderer vor.

Diese Royals haben ihre Heimat verlassen-

Königin Rania, Prinz Harry und Prinzessin Madeleine haben eines gemeinsam: Sie alle haben ihre Heimat verlassen. Die Gründe dafür sind vielfältig. © Jamie McCarthy/Getty Images for Bill & Melinda Gates Foundation, Karwai Tang/WireImage, Rune Hellestad/ Getty Images

Prinz Harry entflieht medialem Druck in Großbritannien

Prinz Harry und Herzogin Meghan ziehen nach Nordamerika – diese Nachricht sorgte in Großbritannien für viel Aufregung. Der jüngere Sohn von König Charles III. und seine Frau entschlossen sich Anfang 2020 der Königsfamilie den Rücken zu kehren. Der Druck, den die britischen Medien insbesondere auf Meghan ausübten, wurde dem Herzogpaar zu viel. Um seine Familie zu schützen, verließ der Brite sein Heimatland und wanderte mit Frau und Sohn in die USA aus. Der kleine Archie war zu dem Zeitpunkt noch kein Jahr alt. Seine jüngere Schwester Lili wurde anderthalb Jahre später sogar in den USA geboren.

Um seine Familie zu schützen verließ Prinz Harry seine Heimat und wanderte in die USA aus.

Prinz Harry und Herzogin Meghan kämpften lange um Anerkennung in der Königsfamilie und der britischen Öffentlichkeit. Letztlich wurde der mediale Druck zu groß und das Paar wanderte samt Söhnchen Archie in die USA aus. Tochter Lili kam dort im Juni 2021 zur Welt. Seitdem sieht man die Sussexes seltener in der Öffentlichkeit. Ihren letzten großen Solo-Auftritt hatten sie nur zwei Tage vor dem Tod von Queen Elizabeth in Düsseldorf. © Karwai Tang/WireImage

Nach dem Umzug der Sussexes hing der Haussegen im britischen Königshaus allerdings ziemlich schief. Lange schien es so, als sei die Beziehung von Prinz Harry zu seiner Familie in Großbritannien nicht mehr zu retten. Das legendäre Interview mit Oprah Winfrey brachte das Fass schließlich zum Überlaufen. Harry und Meghan warfen der Königsfamilie sogar Rassismus und Lügen vor. Bis heute gilt das Verhältnis als zerrüttet. Eine Rückkehr der Sussexes in die britische Heimat scheint ausgeschlossen.

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Prinzessin Madeleine verlässt Heimatland nach geplatzter Verlobung

Dieser Umzug hat einen traurigen Hintergrund. Im August 2009 verkündete Prinzessin Madeleine von Schweden überglücklich ihre Verlobung mit Jonas Bergström. Als das Paar mitten in den Hochzeitsvorbereitungen steckte, machten Gerüchte um eine Beziehungskrise die Runde. Obwohl die Königsfamilie die Meldungen anfangs noch dementierte, kamen bis ins Frühjahr 2010 immer mehr Details ans Licht. Jonas Bergström soll seine Verlobte betrogen haben. Im April 2010 verkündete der Königshof schließlich, dass Prinzessin Madeleine und Jonas Bergström ihre Verlobung gelöst haben. Für die Prinzessin begann eine schwere Zeit. Um dem Medienrummel in Schweden zu entfliehen, verließ Madeleine schon vor der Ankündigung ihr Heimatland und wanderte in die USA aus.

In der Millionenstadt New York fand die Königstochter die Ruhe und Anonymität, die sie so dringend brauchte. Prinzessin Madeleine fasste Fuß in New York und begann für die World Childhood Foundation zu arbeiten, die ihre Mutter Königin Silvia mit begründet hat. Im Big Apple lernte sie schließlich ihre wahre große Liebe, Christopher O’Neill, kennen. Dem britisch-amerikanischen Geschäftsmann gab Madeleine im Juni 2013 in Schweden das Jawort. Inzwischen lebt das Paar mit seinen drei Kindern glücklich in Florida.

Nach ihrer geplatzten Verlobung hat Prinzessin Madeleine ihr Heimatland Schweden verlassen.

Nach ihrer geplatzten Verlobung mit Jonas Bergström suchte Prinzessin Madeleine Anonymität in den USA. Die fand sie in New York. Dort traf sie auch auf ihre wahre große Liebe, Chris O’Neill. Das glückliche Paar hat inzwischen drei Kinder: Prinzessin Leonore, Prinz Nicolas und Prinzessin Adrienne. Hin und wieder sieht man die junge Familie bei öffentlichen Auftritten in Schweden, wie bei der Taufe von Prinz Julian im August 2021. © Rune Hellestad/Getty Images

Ex-König Juan Carlos geht ins Exil

Ex-König Juan Carlos hat für einige Skandale gesorgt. Ob eine Elefantenjagd in Botsuana oder der Finanzskandal um seine Tochter Infantin Cristina – das Image des spanischen Monarchen hat in den letzten Jahren seiner Regentschaft sehr gelitten. Im Juni 2014 dann der Paukenschlag: König Juan Carlos dankt ab. Zu Gunsten seines Sohnes Felipe verzichtete der damals 76-Jährige auf den Thron.

Nach seiner Abdankung nahm Juan Carlos zunächst noch öffentliche Auftritte wahr, mit der Zeit wurde es aber ruhiger um den Ex-König. Es kamen immer mehr Details zur Verstrickung des ehemaligen Monarchen in einen Finanzskandal in Saudi-Arabien ans Licht, sogar von Korruption war die Rede. Im August 2020 wurde schließlich bekannt, dass der Vater von König Felipe Spanien verlassen hat. Nach vielen Spekulationen um seinen Aufenthaltsort wurde schließlich bekannt, dass der Alt-König in den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Exil gegangen ist. Seine Ehefrau Sofia, seine drei Kinder und acht Enkel ließ er in Spanien zurück.

König Juan Carlos verließ nach diversen Skandalen seine Heimat und ging ins Exil.

Seine Verwicklungen in zahlreiche Skandale führten einst zu seiner Abdankung. Vor einiger Zeit hat Ex-König Juan Carlos von Spanien dann auch seine Heimat verlassen und ist ins Exil gegangen. Ohne seine Familie lebt der betagte Alt-König in den Vereinigten Arabischen Emiraten. © Pablo Blazquez Dominguez/Getty Images

Stéphanie von Luxemburg hat es nicht weit in die neue Heimat

Manche Royals führt die Liebe um den halben Globus. Stéphanie von Luxemburg hingegen hatte es nicht weit in ihre neue Heimat. Die gebürtige Belgierin heiratete im Oktober 2012 Erbgroßherzog Guillaume von Luxemburg. Aufgewachsen ist die studierte Philologin als jüngstes von acht Kindern des Grafen Philippe de Lannoy und Alix della Faille de Leverghem auf einem stattlichen Anwesen in der Provinz Hennegau. Ihr Studium führte die Adlige unter anderem nach Berlin. Im Gegensatz zu Prinz Harry oder Prinzessin Madeleine muss die künftige Großherzogin von Luxemburg allerdings keinen weiten Weg auf sich nehmen, wenn sie ihre Heimat besuchen möchte. Ihren Geburtsort Anvaign in Belgien und die luxemburgische Hauptstadt trennen gerade einmal drei Autostunden. Ihrer neuen Heimat Luxemburg fühlt die junge Mutter sich so sehr verbunden, dass sie zugunsten der luxemburgischen Staatsangehörigkeit sogar ihre belgische aufgeben möchte, sobald sie Großherzogin wird. Das luxemburgische Traumpaar hat inzwischen einen Sohn, den 2020 geborenen Prinz Charles. Im April 2023 erwartet das Thronfolgerpaar sein zweites Kind.

Stéphanie von Luxemburg hat es von ihrer neuen Heimat nicht weit bis in ihren belgischen Geburtsort.

Die Liebe zu Thronfolger Guillaume führte Stéphanie de Lannoy nach Luxemburg. Das Traumpaar feierte kürzlich seinen zehnten Hochzeitstag. Bei der Taufe von Söhnchen Charles im September 2020 strahlen Stéphanie und Guillaume mit der Sonne um die Wette. Im April 2023 soll ihr zweites Kind zur Welt kommen. © Sylvain Lefevre/Getty Images

Für die Liebe einmal über die arabische Halbinsel

Rania Al-Yassin führte ein beschauliches Leben als studierte Betriebswirtin, bis sie 1993 den jordanischen Prinzen Abdullah kennenlernte. Geboren wurde Rania als Tochter palästinensisch-stämmiger Eltern in Kuwait am Persischen Golf. Nach ihrem Studium in Kairo führte die Arbeit sie zunächst nach Amman in Jordanien. Dort lernte sie schließlich den charmanten Königssohn Abdullah kennen. Im Juni 1993 heiratete das Paar und Rania wurde zur Prinzessin von Jordanien. Als König Hussein im Januar 1999 starb, folgte Abdullah seinem Vater auf den Thron. Am 22. März 1999 ernannte Abdullah seine Frau schließlich zur Königin. Diesen Titel hätte sie nicht automatisch bekommen, sondern wäre andernfalls Prinzgemahlin geworden.

Für die Liebe verließ Königin Rania ihre Heimat Kuwait.

Für die große Liebe zog Rania von Jordanien einmal über die arabische Halbinsel von Kuwait nach Jordanien. Dort lebt sie mit Ehemann König Abdullah und den vier gemeinsamen Kindern ein glückliches Leben. In ihrer Rolle als Königin hat sie ihre Leidenschaft gefunden. Seit vielen Jahren setzt sie sich für wohltätige Zwecke ein. © Jamie McCarthy/Getty Images for Bill & Melinda Gates Foundation

Das Königspaar hat heute vier Kinder: Kronprinz Hussein, Prinzessin Iman, Prinzessin Salma und Prinz Hashem. Und auf die jordanische Königsfamilie wartet bald ein neuer Lebensabschnitt: Hussein und Iman haben kürzlich ihre Verlobungen bekannt gegeben und werden voraussichtlich im nächsten Jahr heiraten. Prinzessin Imans künftiger Ehemann Jameel Alexander Thermiotis arbeitet als Managing Partner bei einer Venture Capital-Firma in New York. Wer weiß, wo die Liebe die beiden hinführt…

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