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Königin Margrethe nach Titel-Entzug ihrer Enkel: „Es tut mir leid“

Königin Margrethe bemüht sich um Schadensbegrenzung. In einem offiziellen Statement räumt sie ein, die Reaktionen auf den Titel-Entzug ihrer Enkelkinder unterschätzt zu haben.

Königin Margrethe äußert sich nach Titel-Entzug

Margrethe von Dänemark will die Monarchie modernisieren, um sie zukunftssicher zu machen. © Maja Hitij / Staff

Königin Margrethe muss sich nach Titel-Entzug rechtfertigen

Königin Margrethe unter Druck. Nachdem die dänische Monarchin vier Enkelkindern überraschend den Prinzen- bzw. Prinzessinnentitel entzogen hat, hagelte es Kritik. Nicht nur aus dem Volk wurden missbilligende Stimmen laut, auch aus der eigenen Familie. Prinz Joachim, Prinzessin Marie und Gräfin Alexandra machten keinen Hehl daraus, wie sehr sie die Entscheidung getroffen hat.

„Wir sind traurig und stehen unter Schock. Das kommt wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Die Kinder fühlen sich ausgeschlossen. Sie können nicht verstehen, warum man ihnen ihre Identität wegnimmt“, klagte Gräfin Alexandra. Und Prinz Joachim deutete an, dass die Beziehung zu seiner Mutter durch ihre Entscheidung einen Knacks bekommen habe. Seit Tagen beherrscht das Thema die dänischen Medien.

 

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Dänen-Königin verteidigt ihre Entscheidung zum Wohl der Monarchie

Nun bemüht sich Königin Margrethe um Schadensbegrenzung. Am Montagabend veröffentlichte die 82-Jährige erneut ein Statement. „In den letzten Tagen gab es starke Reaktionen auf meine Entscheidung über die zukünftige Verwendung der Titel für Prinz Joachims vier Kinder“, erklärt die Dänin. 

Ihren Entschluss verteidigt sie allerdings weiterhin, denn: „Es ist meine Pflicht und mein Wunsch als Königin, dafür zu sorgen, dass die Monarchie sich für immer im Einklang mit der Zeit befindet. Manchmal erfordert es schwierige Entscheidungen, und die richtige Zeit zu finden, wird immer schwierig sein. Das Tragen eines königlichen Titels erfordert eine Reihe von Verpflichtungen und Aufgaben, die künftig weniger Mitglieder der königlichen Familie einschränken werden. Diese Anpassung, die ich als notwendige Sicherheit für die Zukunft der Monarchie sehe, möchte ich in meiner Zeit vornehmen.“

„Ich habe unterschätzt, wie sich mein jüngster Sohn und seine Familie fühlen würden“

Doch Königin Margrethe gibt zu, dass sie nicht mit dieser Reaktion ihrer Familie gerechnet habe. „Ich habe meine Entscheidung als Königin, Mutter und Großmutter getroffen, aber als Mutter und Großmutter habe ich unterschätzt, wie sehr mein jüngster Sohn und seine Familie sich fühlen“, gibt die Monarchin ehrlich zu. „Das macht einen großen Eindruck, und das tut mir leid. Niemand sollte daran zweifeln, dass meine Kinder, Schwiegerkinder und Enkel meine große Freude und Stolz sind. Ich hoffe, jetzt können wir als Familie Frieden finden, um selbst durch diese Situation zu kommen“, wünscht sich Königin Margrethe.

Prinz Joachim und seine Familie haben sich zu dem Statement noch nicht geäußert.

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