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Prinz Harry möchte Kreislauf von Traumata durchbrechen

Prinz Harry hat in dem Podcast „Armchair Expert“ über seine mentale Gesundheit gesprochen. Darin offenbarte er, wie lange er schon mit seinem Leben als Royal haderte und warum Herzogin Meghan ihn zu einer Therapie bewegte.

Prinz Harry möchte Kreislauf von Traumata durchbrechen

Auch in den USA kämpft Prinz Harry um seine Privatsphäre. Sein Nachbar Orlando Bloom und er tauschen sich regelmäßig wegen der Paparazzi aus. © picture alliance / Photoshot | –

Prinz Harry litt sehr dem royalen Leben

Prinz Harry hat ein privates Interview gegeben. Rund 90 Minuten hat der Royal in dem Podcast „Armchair Expert“ mit Dax Shephard und Monica Padman gesprochen. Sein Leben im Königshaus beschrieb er darin als eine Mischung aus dem Film „The Tuman Show“ und „wie ein Tier im Zoo“. Denn es habe keine Privatsphäre gegeben. Als er dann in seinen frühen 20ern war, habe er dann alles infrage gestellt. Im Podcast erzählte er, welche Gedanken ihm damals durch den Kopf gingen: „Ich will nicht hier sein. Ich möchte diesen Job nicht machen. Seht nur, was es mit meiner Mutter gemacht hat. Wie soll ich jemals sesshaft werden, eine Frau und eine Familie haben, wenn ich weiß, dass es wieder passieren wird?“

Herzogin Meghan riet ihm zur Therapie

Meghan ermutigte ihn schließlich, eine Therapie zu machen. „Es war ein Gespräch, das ich mit meiner jetzigen Frau geführt habe. Und sie sah es sofort, sie konnte erkennen, dass ich verletzt war und dass einige Dinge, die außerhalb meiner Kontrolle lagen, mich wirklich wütend machten“, erinnerte sich der Sohn von Prinzessin Diana. „Es brachte mein Blut zum Kochen.“

Die Therapie sorgte für Besserung. Auch andere Menschen zu unterstützen, wie durch seine Organisation „Invictus Games“ habe ihm geholfen. „Als ich anfing, den Fortschritt und die Auswirkungen zu sehen, merkte ich: ,Wow, andere Menschen zu heilen, heilt mich’, und ich denke, hier kommt das Mitgefühl für uns alle ins Spiel, das heißt, wenn du einmal gelitten hast, willst du nicht, dass jemand anderes leidet“, so der Blaublütler.

Queen-Enkel dachte lange über Rückzug nach

Dass Prinz Harry mit seiner Position haderte ist nicht neu. Schon lange vor seinem Rücktritt dachte er darüber nach, das Königshaus zu verlassen. Im Juni 2017 offenbarte der Queen-Enkel gegenüber „Mail on Sunday“, dass er in der Vergangenheit „raus“ aus der Königsfamilie wollte, um ein „gewöhnliches Leben“ zu führen. „Ich fühlte, dass ich da raus will, entschied mich dann aber, zu bleiben, und die Rolle für mich selbst anzunehmen“, sagte der britische Royal damals. Grund dafür war vor allem seine Loyalität gegenüber der Queen gewesen.

Harry möchte Kreislauf durchbrechen

In dem Podcast spricht Prinz Harry auch von einem „vererbten Leiden“. Die Traumata seiner Eltern habe er praktisch übernommen. Dass dies möglich ist, haben Wissenschaftler längst bestätigt. Extreme Belastungen der Eltern werden nicht nur durch Verhaltensweisen weitergegeben, sondern auch durch die Gene.

„Ich denke nicht, dass wir mit dem Finger zeigen oder jemandem die Schuld geben sollten. Aber sicherlich, wenn es um Eltern geht, wenn ich irgendeine Form von Schmerz oder Leiden aufgrund der Schmerzen oder Leiden erlebt habe, die vielleicht mein Vater oder meine Eltern erlitten habe, werde ich dafür sorgen, dass ich diesen Kreislauf durchbreche, damit ich ihn nicht weitergebe“, erzählte Prinz Harry. Prinz Charles und Prinzessin Diana hatten eine schwierige Kindheit. Die Probleme quälten sie auch bis in ihr Erwachsenenalter. Archie und seine ungeborene Tochter sollen es aber einmal besser haben. „Es gibt eine Menge genetischer Schmerzen und Leiden, die sowieso weitergegeben werden. Wir als Eltern sollten alles tun, um zu sagen, weißt du was? Das ist mir passiert. Ich werde sicherstellen, dass das bei dir nicht so ist.“

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