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Prinz Philip: Toter Royal wird herzlos im TV verspottet

Der verstorbene Prinz Philip wird in einer neuen Serie verspottet. Ist das wirklich noch Satire oder total daneben?

Prinz Philip: Toter Royal wird herzlos im TV verspottet

Prinz Philip starb im April mit 99 Jahren an Altersschwäche. Nun werden billige Witze auf seine Kosten gemacht. © picture alliance / dpa | Michael Kappeler

Prinz Philip wird als sabbernder Greis gezeigt

Royal-Fans laufen Sturm. Stein des Anstoßes ist die neue HBO-Produktion „The Prince“. In der fiktiven Animationsserie geht es um Prinz George und seine Sicht auf die Königsfamilie. Schon allein deswegen waren viele Briten empört. Denn in dem Format wird der Sohn von Herzogin Kate und Prinz William als verzogener Rotzlöffel dargestellt. Ziemlich unangemessen, finden viele Briten. Schließlich ist Prinz George noch ein Kind und sollte kein Gegenstand von Satire sein.

Doch auch die Darstellung von Prinz Philip erhitzt die Gemüter. Zwar wurde der Serienstart aufgrund seines Todes verschoben, doch entfernt wurden seine Szenen nicht. Die Serie macht sich sogar über den schlechten Gesundheitszustand des Royals lustig. Der Ehemann von Queen Elizabeth bekommt püriertes Essen serviert und sabbert beim Verzehr. An einer anderen Stelle versucht Prinz William seinen Mund aufzubrechen, damit sein Großvater gefüttert werden kann. In einer weiteren Szene kippt Prinz Philip auf den Boden und fordert seinen Ur-Enkel auf, den Defibrillator bereitzumachen.

Prinz Philip in „The Prince“

Fahle Haut, Augenringe und sabbernd: So wird Prinz Philip in der Serie verspottet. © HBO

Zuschauer machen ihrem Ärger im Netz Luft

Viele Zuschauer sind deswegen empört. Schließlich liegt der Tod des Royals erst wenige Monate zurück. „Ich bin kein Fan der königlichen Familie oder so, aber da Prinz Philip verstorben ist, ist die Art und Weise, wie er bei #ThePrince auf HBO dargestellt wird, ein wenig schäbig“, schrieb zum Beispiel ein Twitter-Nutzer. Ein anderer meint: „Sie haben sich auch über Prinz Philip lustig gemacht. Erst im April musste die Queen allein bei seiner Beerdigung sitzen. HBO ist ekelhaft.“

Und auch Adelsexperte Robert Jobson kann der Darstellung von Prinz Philip nicht viel abgewinnen. „Die Darstellung des Herzogs von Edinburgh als alter Possenreißer ist ein wenig billig und unnötig, und in der heutigen Zeit mag sie fehl am Platz sein, aber Satire gibt es schon seit Jahrhunderten. Philip hatte einen guten Sinn für Humor und hätte das Ganze nicht zu ernst genommen“, sagte er der Zeitung „Mirror“.

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