Prinzessin Delphine: Jacques Boël ist tot

Jacques Boël ist gestorben. Jahrelang hielt Prinzessin Delphine den Industriellen für ihren leiblichen Vater, dann erfuhr sie die ganze Wahrheit.

Prinzessin Delphine: Jacques Boël ist tot
Prinzessin Delphine wuchs mit einem Vater auf, der nicht ihr leiblicher war. Die Beziehung war schwierig. © picture alliance/dpa/BELGA | Laurie Dieffembacq

Gesetzlicher Vater von Prinzessin Delphine gestorben

Der einst gesetzliche Vater von Prinzessin Delphine ist tot. Jacques Boël ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Der Industrielle war von 1962 bis 1978 mit ihrer Mutter Sybille de Selys Longchamps verheiratet. Das Paar lebte jedoch schon kurz nach der Geburt von Delphine getrennt.

Bis zu ihrem 17. Lebensjahr wuchs die Belgierin in dem Glauben auf, dass Jacques Boël ihr leiblicher Vater sei. Erst dann erfuhr Delphine, dass sie in Wirklichkeit die Tochter von Alt-König Albert ist.

Erst mit 17 Jahren erfuhr sie die Wahrheit über ihren Vater

Das Verhältnis zu Jacques Boël war mitunter schwierig. „Ich nannte ihn Daddy, weil alle sagten, ich solle das tun, aber das fiel mir schwer. Wenn ich bei ihm war, war ich in der Küche und sein Personal kümmerte sich um mich“, sagte Prinzessin Delphine in der Dokumentation „Delphine: mijn verhaal“ („Delphine: meine Geschichte“).

Weil Jacques Boël ihr gesetzlicher Vater war, musste sie auch mit ihm Weihnachten feiern. Ihre Mutter konnte ihr wenig helfen. „Sie sagte, es sei das Gesetz. Du musst mit ihm gehen“, erinnerte sich Prinzessin Delphine in der Dokumentation. 1999 brach der Kontakt ab, als ein Buch die Vaterschaft von König Albert öffentlich machte. Ob Jacques Boël wusste, dass Delphine nicht seine Tochter war? Dazu gibt es unterschiedliche Auffassungen.

Erst 2020 bestätigte das Gericht die Vaterschaft

Jahrelang kämpfte Prinzessin Delphine vor Gericht darum, von Alt-König Albert als Tochter anerkannt zu werden. 2020 wurde die Vaterschaft dann auch endlich offiziell bestätigt. Delphine erhielt den Titel Prinzessin von Belgien und den neuen Nachnamen Sachsen-Coburg. Sie verlor dafür jedoch den Anspruch auf das Boël-Erbe, das damals auf 1,7 Milliarden Euro geschätzt wurde.

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