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Schock für Mette-Marit und Haakon von Norwegen

Mette-Marit und Haakon von Norwegen sind schockiert. Ein Amokläufer hat im Land mehrere Menschen getötet. Die Tat weckt traurige Erinnerungen.

Schock für Mette-Marit und Haakon von Norwegen

Mette-Marit und Haakon von Norwegen sind genau wie der Rest der norwegischen Königsfamilie schockiert. © picture alliance/dpa | Johannes Neudecker

Amokläufer tötet fünf Menschen

Norwegen steht unter Schock. Am Mittwochabend kam es im Süden des Landes zu einem brutalen Angriff. Ein mit Pfeil und Bogen bewaffneter Däne hat in Kongsberg mehrere Menschen angegriffen. Mindestens fünf Personen sind bei der Attacke ums Leben bekommen, weitere wurden verletzt. Der 37-Jährige konnte festgenommen werden. Das Motiv ist derzeit unklar.

König Harald drückt sein Mitgefühl aus

Wir sind entsetzt über die tragischen Ereignisse in Kongsberg gestern Abend. Wir haben Mitgefühl mit den Angehörigen und Verletzten in Zeiten der Trauer und Verzweiflung. Und wir denken an alle Betroffenen in Kongsberg, die erlebt haben, dass ihr sicheres lokales Umfeld plötzlich zu einem gefährlichen Ort wurde“, teilte König Harald im Namen der Königsfamilie mit. „Wir senden herzliche Gedanken an alle, die jetzt vor einer schwierigen Zeit stehen und an alle, die anspruchsvolle Aufgaben vor sich haben.“

Stiefbruder von Kronprinzessin Mette-Marit starb durch Terroranschlag

Im Land weckt die Tat traurige Erinnerungen. Denn schon einmal wurde Norwegen von einem Amoklauf getroffen. Am 22. Juli 2011 hatte der Rechtsextremist Anders Behring Breivik 77 Menschen ermordet. Darunter waren viele Kinder. Auch der Stiefbruder von Kronprinzessin Mette-Marit kam ums Leben. Trond Berntsen (†51) war als Wachmann auf der Insel Utøya zuständig. Während des Massakers versuchte der unbewaffnete Polizist, den Schützen aufzuhalten. Der Attentäter erschoss jedoch auch Mette-Marits Stiefbruder eiskalt. Sein zehnjähriger Sohn musste die Tat mitansehen und erlitt einen Schock.

Norwegische Royals gedenken der Opfer

Dieses Jahr jährte sich der 10. Jahrestag der Anschläge. Kronpinzessin Mette-Marit und die norwegische Königsfamilie besuchten mehrere Gedenkveranstaltungen. Kronprinz Haakon hielt auf der Insel Utøya eine bewegende Rede. Der Thronfolger richtete seine Worte auch an die Überlebenden: „Wir, die wir nicht hier waren, werden nie ganz verstehen können, wie es war, die 72 Minuten des Angriffs zu erleben, sagte der Kronprinz. Keiner von uns kann sich in die Angst versetzen, die jeder kannte, der hier war. Das Einzige, was wir tun können, ist zuzuhören und den Schmerz in uns aufnehmen, der noch immer in jedem steckt, der den Angriff erlebt hat.“

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