Prinzessin Margaret übt auch 18 Jahre nach ihrem Tod noch eine unglaubliche Faszination aus. Doch was war eigentlich die Todesursache der Queen-Schwester?

Prinzessin Margaret
Um zu verstehen, woran Prinzessin Margaret gestorben ist, muss man sich ihre Lebensgeschichte ansehen. Denn ihre Todesursache hängt mit ihrem Lebensstil zusammen. © picture-alliance / United Archives/TopFoto | 91050/United_Archives/TopFoto

Prinzessin Margaret war eine sensible Rebellin

Sie war einer der schillerndsten Persönlichkeiten der britischen Königsfamilie: Prinzessin Margaret. Durch ihre Rebellion gegen Palast und Protokoll übte sie auf die Menschen eine unglaubliche Faszination aus.

Doch hinter der Fassade der ewigen Rebellin war Prinzessin Margaret ein äußerst sensibler Mensch. „Ich habe noch nie eine unglücklichere Frau gesehen“, erklärte ihr Freund John Julius Norwich. Die Adlige litt unter dem Druck der Öffentlichkeit und tat sich schwer, ihren Platz im Leben zu finden. Sie war auf der Suche nach Liebe und Halt, doch ihre Ehe mit Anthony Armstrong-Jones scheiterte genauso wie andere Beziehungen.

Die Schwester von Queen Elizabeth liebte Wodka und Zigaretten

Ihren Kummer betäubte sie mit Alkohol, Affären und Partys. Den ersten Wodka trank die Schwester von Queen Elizabeth bereits gegen Mittag, wie Craig Brown in der Biografie „Ma’am Darling: 99 Glimpses of Princess Margaret“ schildert.

Über den Tag verteilt rauchte sie bis zu 60 Zigaretten der Marke Chesterfield. Der Autor schreibt sogar, sie konnte „das Rauchen und Trinken kombinieren, indem sie Streichhölzer auf ihre Becher klebte. So konnte sie ein Streichholz anzünden, während sie trank.“

Ihr Lebensstil war Selbstmord auf Raten

Neben Alkohol und Zigaretten nahm die Schwester von Queen Elizabeth auch jede Menge Tabletten. Sie brauchte Pillen zum Wachwerden und Pillen zum Einschlafen. Einmal erwischte Prinzessin Margaret eine Überdosis. „Als ihr Kummer am stärksten war und sie nicht schlafen konnte, nahm sie eine Handvoll Mogadon-Tabletten und besorgte Mitarbeiter stellten fest, dass sie sie nicht wecken konnten“, schrieb die Zeitung „The Telegraph“.

Ob es ein Suizidversuch war? Das konnte bis heute nicht eindeutig geklärt werden. Doch der Lebensstil von Prinzessin Margaret war Selbstmord auf Raten.

Lungenkrebs und der erste Schlaganfall

Ihr ausschweifende Leben forderte seinen Tribut. 1985 erkrankte die 54-Jährige an Lungenkrebs. Der linke Lungenflügel musste ihr entfernt werden. Doch Margaret nahm diesen Warnschuss nicht ernst. Sie rauchte trotzdem weiter, obwohl ihr Vater 1952 an Lungenkrebs gestorben war. Doch immerhin halbierte sie ihren Zigarettenkonsum auf 30 Glimmstängel am Tag. Doch das war nicht genug, um ihre Gesundheit zu retten.

Im Frühjahr 1998 erlitt Prinzessin Margaret einen leichten Schlaganfall. Ein Jahr später verbrühte sich die Adlige ihre Beine mit kochendem Badewasser. Danach war sie eine Zeit lang auf den Rollstuhl angewiesen. Doch es sollte noch schlimmer kommen.

Plötzlich war sie völlig hilflos

Im Januar 2001 folgte der zweite, leichte Schlaganfall von Prinzessin Margaret. Offiziell hieß es damals, die 70-Jährige musste wegen „starken Appetitverlust“ ins Krankenhaus.

Ende Februar 2001 erlitt die Prinzessin ihren dritten Schlaganfall. Dieses Mal hatte Margaret weniger Glück. Sie wurde linksseitig gelähmt und erblindete fast vollständig. Eine vollständige Genesung war ausgeschlossen. Die einst so schillernde Margaret war plötzlich hilflos und völlig abhängig von anderen.

Prinzessin Margaret im Rollstuhl
Prinzessin Margaret (r.) war im letzten Jahr ihres Lebens auf den Rollstuhl angewiesen und fast blind. Sie starb schließlich einen Monat vor ihrer Mutter Queen Mum (†101). © picture alliance / Associated Press | RICHARD LEWIS

Das war die offizielle Todesursache von Prinzessin Margaret

Am 9. Februar 2002 wurde ihr Leiden beendet. Sie starb mit 71 Jahren im Londoner King-Edward-VII.-Krankenhaus. Als Todesursache von Prinzessin Margaret gab der Palast einen weiteren Schlaganfall an. Doch andere glauben, es war ein gebrochenes Herz, das erst jetzt seinen Frieden finden konnte.

Quellen: Der Spiegel, FAZ, NDR