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Diese Royals haben ihren Titel verloren

Im dänischen Königshaus brodelt es. Der Titel-Entzug spaltet die ohnehin zerstrittene Königsfamilie noch weiter. Dabei sind die Enkel von Königin Margrethe nicht die einzigen Royals, die ihren Titel verloren haben. ADELSWELT weiß mehr.

Prinz Joachims Kindern wird zum Januar 2023 der Prinzen-Titel entzogen.

Hier war die Welt noch in Ordnung: Prinz Joachim und seine Familie nehmen 2016 an den Geburtstagsfeierlichkeiten von Königin Margrethe teil. Nun wird den vier Kindern von Prinz Joachim der Prinzen- bzw. Prinzessinnen-Titel entzogen. Diese Entscheidung von Königin Margrethe hat für viel Aufsehen gesorgt. © Luca Teuchmann/Getty Images

Königin Margrethe entzieht Enkeln die Titel

Über diese Meldung spricht ganz Dänemark. Königin Margrethe entzieht vier ihrer Enkelkinder den Titel. Die Kinder ihres jüngsten Sohnes Prinz Joachim dürfen sich ab dem 1. Januar 2023 nicht mehr Prinz bzw. Prinzessin zu Dänemark nennen. Außerdem wird ihnen die Anrede „Hoheit” entzogen. So möchte Königin Margrethe nach eigener Aussage das Königshaus verschlanken und auf die Zukunft vorbereiten. Die Betroffenen selber sind allerdings gar nicht begeistert von dieser Idee. Prinz Joachim spricht gar davon, seine Kinder würden „schlecht behandelt”. Und auch Joachims ältester Sohn Prinz Nikolai zeigte sich überrascht von der Entscheidung seiner Großmutter. Dabei sind die vier Dänen-Royals nicht die einzigen Adligen, die ihren Titel verloren haben.

Prinz Philip gab Titel für die Liebe auf

Diese royale Liebe ging in die Geschichtsbücher ein. Die britische Thronfolgerin Elizabeth verliebt sich in den 1930er Jahren in den Navy-Offizier Philip Mountbatten. 1947 folgt die royale Traumhochzeit. Was viele allerdings nicht wissen: Philip musste für seine große Liebe seinen Adelstitel aufgeben. Geboren wurde der spätere Prinzgemahl als Prinz von Griechenland und Dänemark. Sein Vater war Prinz Andreas von Griechenland und Dänemark, Sohn des griechischen Königs Georg I. Nachdem Philips Onkel, König Konstantin I., zur Abdankung gezwungen und sein Vater Andreas für einige Zeit inhaftiert worden war, floh Philips Familie ins Exil. Der junge Prinz Philip wuchs fortan in Frankreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich auf. Als er 1947 schließlich die künftige britische Königin Elizabeth heiraten wollte, gab Philip seine eigenen Adelstitel auf und nahm den Nachnamen seiner Großeltern mütterlicherseits, Mountbatten, an. Allzu lange musste Philip allerdings nicht ohne Titel leben. Am Tag vor der Hochzeit verlieh König George VI. seinem neuen Schwiegersohn die Anrede „Königliche Hoheit”. Am Tag der Hochzeit wurde er schließlich zum Herzog von Edinburgh ernannt.

Prinz Philip musste seinen eigenen Adelstitel vor seiner Hochzeit ablegen.

Prinz Philip ist auf der ganzen Welt als Gemahl der britischen Königin Elizabeth II. bekannt. Dass er aber selber als Prinz von Griechenland und Dänemark geboren wurde, ist weitaus weniger bekannt. Seinen Titel legte er kurz vor seiner Hochzeit mit Elizabeth ab. Im Gegenzug verlieh sein Schwiegervater König George VI. ihm den Titel des Herzogs von Edinburgh mit der Anrede „Königliche Hoheit”. © Yui Mok – WPA Pool/Getty Images

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Traurige Hochzeit und Titelentzug in Japan

Diese traurige Geschichte ging um die Welt. Jahrelang musste Prinzessin Mako, Nichte des japanischen Kaisers Naruhito, um ihre große Liebe kämpfen. Ursprünglich sollte die Prinzessin ihren Kei Komuro bereits 2018 heiraten. Aufgrund der Verstrickung seiner Mutter in einen Finanzstreit musste die Hochzeit allerdings mehrmals verschoben werden. In dieser Zeit nahm die Unterstützung für das junge Paar in der japanischen Bevölkerung und auch in der kaiserlichen Familie ab. Letztlich konnte der Streit beigelegt werden und das Paar heiratete am 26. Oktober 2021.

Für Mako bedeutete dies jedoch, dass sie ihren Prinzessinnen-Titel ablegen und die kaiserliche Familie verlassen musste. Das Hausgesetz der japanischen Kaiserfamilie verlangt nämlich, dass weibliche Mitglieder ihren Adelstitel sowie ihre Anrede als „Kaiserliche Hoheit” ablegen und fortan selbst als Bürgerliche leben müssen, wenn sie einen Bürgerlichen heiraten. Von der Thronfolge sind Frauen in Japan ohnehin ausgeschlossen. So trägt Mako seit ihrer Hochzeit den Namen Mako Komuro. Die traditionelle Mitgift des kaiserlichen Hofes in Höhe von rund 1.3 Millionen US-Dollar lehnte das junge Paar übrigens ab. Im November 2021 zogen die Ex-Prinzessin und ihre große Liebe schließlich nach New York, um sich dort ein Leben abseits der japanischen Öffentlichkeit aufzubauen.

Prinzessin Mako musste nach ihrer Hochzeit ihren Titel aufgeben und die kaiserliche Familie verlassen.

Prinzessin Mako musste lange um ihre große Liebe kämpfen. Als sie ihren Kei Komuro im Oktober 2021 endlich heiraten durfte, musste sie ihren Prinzessinnen-Titel aufgeben und die kaiserliche Familie verlassen. Weibliche Mitglieder der japanischen Kaiserfamilie verlieren traditionell ihren Titel, wenn sie einen Bürgerlichen heiraten. © Nicolas Datiche – Pool/Getty Images

Diese Royals haben unter verschiedenen Umständen ihre Titel verloren. Das wichtigste ist jedoch, dass sie auch ohne das Adels-Prädikat ein glücklichen Leben führen konnten. Das wird sicher auch den Kindern von Prinz Joachim gelingen.

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